5. Februar 2018

Gelesen | Januar 2017

Und wieder ist es soweit. Wieder sind vier Wochen vergangen und der Januar ist somit zu Ende. Während Jenni fünf Bücher gelesen hat, waren es bei mir nur zweieinhalb – denn das dritte Buch habe ich erst gestern zu Ende gelesen. Der Februar wird hoffentlich erfolgreicher, was das Lesen anbelangt. Wir freuen uns, wenn ihr uns am Ende verratet, was ihr im Januar gelesen habt und auch, was euch besonders gefiel. Für Tipps sind wir immer dankbar.

Jenni´s Lesemonat

(1) Mit Taty und Paul von Natascha Sturm bin ich in das Jahr 2018 gestartet und war begeistert. Ich habe die Autorin letztes Jahr auf der Buch Berlin kennen gelernt und durfte dann ihr Buch mitnehmen. Natürlich ist auch eine Rezension dazu auf unserem Blog erschien, weswegen ich nun nicht weiter auf meine Meinung dazu eingehen möchte. Jedoch muss ich betonen, dass es definitiv mein Monatsfavorit war!

(2) Den dritten Teil von Dark Elements habe ich nicht gelesen, sondern gehört. Es war der dritte und letzte Band und wie ich finde ein wirklich gelungener Abschluss. Für nähere Informationen einfach weiter nach unter scrollen, dort findet ihr meine Reihenrezension zur Trilogie.

(3) Ich habe mich sehr gefreut Der schwarze Thron von Kendare Blake zu lesen. Ich habe auch schon den zweiten und letzten Band hier und bin gespannt wie es weiter geht und ob er dem ersten das Wasser reichen kann. Eine Rezension gibt es hierzu natürlich auch.

(4Kuss der Lüge von Mary E. Pearson ist ein so schöne Buch. Endlich habe ich geschafft es zu beenden, nachdem ich es vor ca. 4 Monaten angefangen habe. Ich weiß auch nicht warum, doch habe ich es nicht geschafft, es an einem Stück zu lesen und musste es immer wieder weglegen. Zum Glück konnte ich mich immer wieder direkt in die Geschichte einfinden und war auch von den letzten Seiten und allgemein der Story begeistert. Auch zu diesem Buch wird noch eine Rezension folgen.

(5) Im Rahmen der Rory Gilmore Reading Challenge las ich Die allertraurigste Geschichte von Ford Madox Ford. Das Buch ist leider mein Flop des Monats geworden. Ich gebe auch zu, dass ich es leider nicht beenden konnte. Ich habe es wirklich versucht, doch konnte ich einfach nicht in die Geschichte reinfinden. Ein Beitrag mit meiner Meinung hierzu findet ihr hier. Ich hoffe, dass es mir mit dem nächsten Buch aus der Challenge besser ergehen wird.

Neri´s Lesemonat

(1) Mein erstes Buch in diesem Jahr war zugleich eines, welches mich unfassbar prägte. Wer die Nachtigall stört von Harper Lee. Viele von euch werden es kennen. Es ist ein literarischer Klassiker. Ich dachte ich wäre den schrecklichen Zeiten von Nationalsozialismus und Apartheid in Buchform überdrüssig, weil es mich immer wieder auf´s Neue sehr fertig macht. Die Autorin hat mit ihrem Werk aber einen Meilenstein geschaffen. Die Geschichte spielt in den 1930er Jahren in Amerika. Harper Lee beschreibt mutig, klug und eindringlich welche Unterschiede in dieser Zeit zwischen schwarz und weiss herrschten. Zur Rezension geht es hier.

(2) Nachdem mein erstes Buch schon an die Nieren ging, tat es auch das zweite. Madeleine Thien erzählt in Sag nicht, wir hätten gar nichts von dem Heimatland ihrer Eltern – China. Sie beginnt während der grausamen Zeiten der Kulturrevolution und den Umerziehungslagern (1940er Jahre) und endet in der Gegenwart. Die vielen Namen haben mich etwas verwirrt. Ansonsten kann ich das Buch wärmstens empfehlen. Thien verpackt die Historik in viele emotionale Geschichten. Ein sehr beeindruckender, Generationen übergreifender Roman. Hier findet ihr meine Rezension.

(3) Last but not least: Ivy und Abe von Elizabeth Enfield. Von diesem Buch hatte ich bereits viel gehört und auf anderen Blogs gelesen. Es hat mir viel besser gefallen, als ich annahm. Ich rechnete mit einer Story, die man so oder so ähnlich schon hunderte Male gelesen hat. Aber weit gefehlt. Enfield erzählt die Geschichte von Ivy und Abe rückwärts und immer wieder anders. Die beiden lernen sich auf verschiedene Weise immer wieder neu kennen und können nie ganz vergessen. Meine Rezension dazu folgt.


Welche Bücher haben euch im Januar besonders gefallen?

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23. Januar 2018

Der schwarze Thron – Die Schwestern

Ein Buch über Königinnen, die sich um einen Thron streiten, haben wir wohl alle schon in irgendeiner Form gelesen. Dieses Buch jedoch ist dabei noch etwas anders als die anderen ihrer Art. Es ist düster, blutig und kommt ganz ohne herzzerreissende Liebesgeschichte aus. Der schwarze Thron von Kendare Blake.

Darum gehts

Drei Schwestern, die völlig verschieden sind. Sie haben unterschiedliche Fähigkeiten, welche von den anderen mehr oder weniger gut beherrscht werden. Diese Fähigkeiten erinnern vielleicht ein wenig an die Kräfte der Mutanten von X-Men, doch ist es hier noch eine Spur cooler. Außerdem sind nicht nur die Fähigkeiten bei jeder der drei unterschiedlich, nein, auch das Reich in dem sie leben, bzw. mehr oder weniger regieren ist anders. Jede Einzelne lebt bei einer Familie, die ihre Fähigkeit teilen und sie so auf den großen Tag vorbereiten.

Spoilerfreie Rezension

Besonders die Königinnen sind im schwarzen Thron anders, als wir es gewohnt sind. Sie werden nicht bedient oder verhätschelt. Sie werden ihr Leben lang auf den Tag vorbereitet, an dem sie sechzehn Jahre alt werden. An diesem Tag werden nämlich zwei von ihnen sterben. Schon am Anfang des Buches war ich sprachlos, da ich zwar etwas Düsteres erwartet habe, doch trotzdem nicht das, was dann auf mich zukam.

Als Leser begleitet man immer abwechselnd die Geschichte der drei Schwestern. Diese waren nicht immer einfach zu verfolgen, da viele Namen im Gedächtnis behalten werden müssen und die Einordnung dieser mich häufiger mal verwirrt zurück ließ. Sobald ich aber wieder alles gespeichert hatte und wusste, um wen es ging, war ich sofort wieder gefesselt und konnte nicht mehr aufhören zu lesen.

Der Schreibstil von Kendare Blake ist wirklich klasse. Ich konnte mir die gesamte Welt sehr lebhaft vorstellen und fand die Idee toll, dass diese Insel zwar in unserer Welt existiert, doch für die Festlandbewohner mehr einem Mythos ähnelt, an welches sie eigentlich gar nicht glauben. Die Autorin hat es außerdem geschafft, dass ich für jede der drei Königinnen Symphathie aufbauen konnte und ihre Handlungen allesamt verstand.

Zitate aus dem Buch

„Ihr Leben lang haben diese Menschen sie für eine Versagerin gehalten, doch kaum zeigt sich ein kleiner Hoffnungsschimmer, werden sie zu ihren Anhängern, als hätten sie niemals etwas Anderes gewollt.“

„Die verwitterten grauen Planken knarzen in der steifen Brise, und die kleinen, vom Mond beschienenen Wellen der See sind ebenso aufgewühlt wie Jules` Atem.“

Fazit

Da ich weiß, dass es hierzu noch einen zweiten Teil gibt, wusste ich, dass dieses Buch sicherlich einen gemeinen Cliffhanger aufweisen wird, was er dann auch tat. Nur was dieser ganz anders als erwartet. Ich gebe zu, dass mich das Ende zwar nicht völlig überrascht hat,  ich aber dennoch zufrieden bin. Ich freue mich schon sehr auf den zweiten und gleichzeitig letzten Teil dieser Dilogie.

Rund ums Buch

Der schwarze Thron – Die Schwestern • Kendare Blake • Originaltitel: Three Dark Crowns • Übersetzerin: Charlotte Lungstrass-Kapfer • Penhaligon • 2017 • 448 Seiten • Paperback • ISBN: 978-376 4531 444 • Preis: €14.99€ • Buch kaufen


Ich bedanke mich beim Bloggerportal von Randomhouse für das Rezensionsexemplar.
Habt ihr die zweiteilige Reihe von Kendare Blake bereits gelesen?

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