28. Februar 2018

Gelesen | Februar 2018

Ganz pünktlich erscheint unser Leserückblick für den Monat Februar. Unfassbar, dass morgen schon wieder März ist. Die Zeit scheint nur so zu verfliegen. Auch im letzten Monat haben wir wieder einiges gelesen / gehört und möchten euch daran teilhaben lassen. Wir freuen uns, wenn ihr uns wissen lasst, welche Bücher euch im Februar begeistert oder enttäuscht haben.

Jenni´s Lesemonat

(1) Mit Die Apfelprinzessin von Maya Shepherd bin ich in den Februar gestartet und hatte damit auch mein Highlight eingefahren. Es war zwar kurz, aber dennoch wundervoll geschrieben. Eine Geschichte, die ich jedem nur ans Herz legen kann und auch hier auf dem Blog schon von mir rezensiert wurde. Schaut also unbedingt mal vorbei!

(2) Auf meinen Autofahrten habe ich Ewig Dein von Janet Clark gehört und verschlungen. Eine wirklich tolle Geschichte für nebenbei, die trotzdem spannend bleibt. Auch hierzu gibt es bereits eine Rezension, in welcher meine ausführliche Meinung zu finden ist.

(3) Teilweise gelesen und auch gehört habe ich Das Reich der sieben Höfe von Sarah J. Maas. Nachdem ich das andere Hörbuch beendet hatte, brauchte ich ein neues, und da ich sowieso gerade dabei war das Buch zu lesen, habe ich es während der Fahrten einfach weitergehört. Es war toll und ich kann mir selber nicht erklären, wieso dieses Buch fast ein Jahr auf meinem SUB geschlummert hat. Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht und bin hin und weg von dem Schreibstil der Autorin. Eine ausführliche Rezension wird noch folgen, versprochen!

(4) Ich liebe Superhelden, manche meiner Freunde würden sogar sagen, ich bin ein wenig zu sehr verrückt danach, weswegen ich mich sehr gefreut habe, als Wonder Woman von Leigh Bardugo bei mir ankam. Bisher kannte ich Wonder Woman nur aus einem einzigen Film, in welchem sie keine sehr große Rolle gespielt hat, deswegen war ich umso gespannter, was hinter diesem Superhelden zu stecken mag. Ich war sehr begeistert von dem, was Leigh Bardugo geschrieben hat, möchte an dieser Stelle aber nichts weiter verraten. Natürlich folgt in den nächsten Tagen auch hierzu eine Rezension!

(5) Das letzte Buch, welche ich im Februar beenden konnte war Emma von Jane Austen. Ich habe es im Rahmen der Rory Gilmore Reading Challenge gelesen und habe mich nach dem Reinfall des letzten Monats sehr über diese tolle Geschichte gefreut. Es ist mein erstes Buch von Jane Austen und es wird sicherlich nicht das letzte bleiben. Auch hierzu wird noch eine Rezension mit meiner ausführlichen Meinung folgen.

Neri´s Lesemonat

(1) Das erste Buch im Februar war Porträt einer Ehe von Robin Black. Entgegen vieler guter Meinungen, gefiel mir die Geschichte nicht all zu sehr. Viel zu wenig von dem, was der Klappentext verspricht, wird im Roman deutlich. Die Charaktere nervten mich eher und die Dramatik kam nie so recht zum Tragen. Nämlich die scheiternde Ehe zweier Menschen. Viel mehr verstrickt sich die Geschichte immer wieder in Nebensächlichkeiten. Gar nicht meins gewesen. Die Rezension dazu findet ihr auf dem Blog.

(2) Etwas enttäuscht war ich leider auch von dem Klassiker Die Glasglocke von Sylvia Plath. Das Buch erschien in den Sechzigerjahren und war der erste Roman von Plath. Sie war vorher für ihre Lyrik bekannt. Auch hier habe ich mich zu sehr vom Klappentext leiten lassen. Die Erzählungen waren mir zu rau. Die Suizidgedanken der Protagonistin wirkten auf mich verherrlichend und dadurch beängstigend. Das Buch löste in mir zu jeder Zeit Unbehagen aus. Der Roman gilt als Autobiografie. Die Autorin scheint ihr eigenes Leben zu beschreiben. Vier Wochen nach Erscheinen des Buches nahm sich Plath das Leben. Nichts für schwache Nerven! Ich habe das Buch hier rezensiert.

(3) Das dritte und letzte Buch für den Februar war Frau Einstein von Marie Benedict. Ich gehörte zu den glücklichen Gewinnern des Buches, welches bei Lovely Books verlost wurde. Die Geschichte selbst fand ich zunächst nicht all zu spannend, viel mehr die Tatsache, dass Einsteins erste Frau maßgeblich am Entstehen der Relativitätstheorie beteiligt war. Beim Lesen aber war ich beeindruckt von der jungen Mileva Maric, ihren Ambitionen, ihrem Geist, ihrem Charme und ihrer Liebenswürdigkeit. Gleichzeitig war ich tief traurig, ob dem Ausgang. Mehr findet ihr in der Rezension.


Ist ein Buch dabei, welches auch ihr im Februar gelesen habt? 

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25. Februar 2018

Frau Einstein

Auf das Buch war ich schon lange gespannt. Gerade weil es so viele neue Informationen enthalten soll. Die Rede ist von Frau Einstein von Marie Benedict. Das Leben der relativ unbekannten Mileva Maric, erster Ehefrau von Albert Einstein wird genauestens beleuchtet. Immerhin war sie maßgeblich am Erfolg Albert Einsteins beteiligt. Nicht zuletzt, weil sie an der Relativitätstheorie mitwirkte.

Darum gehts

Zum ersten Mal wird die Frau in den Mittelpunkt gerückt, die ganz entscheidend für den Erhalt des Nobelpreises für Albert Einstein war: seine erste Ehefrau Mileva Maric. Nicht nur sein größter Erfolg, die Relativitätstheorie, hat Einstein Maric zu verdanken. Auch weitere wissenschaftliche Errungenschaften hat Albert Einstein vor allem wegen ihrer mathematischen Berechnungen und ihrem Geist erlangen können.

Spoilerfreie Rezension

Ich war schon in den ersten Kapiteln ganz beeindruckt von der jungen Mileva Maric. Es gelang ihr als eine der ersten Frauen, studieren zu dürfen und sich zu den Besten ihres Fachs zu entwickeln. Und das ist gerade für die damalige Zeit bewundernswert. Maric hatte keinen größeren Wunsch, als erfolgreiche Wissenschaftlerin zu werden. Sie hat ihr Leben ganz der Mathematik und der Physik verschrieben. Ich mochte ihre Figur im Buch sehr. Benedict zeichnet eine sehr lebenslustige, strebsame und herzliche Mileva Maric, die einem einfach sympathisch sein muss.

Ich finde es unglaublich interessant und auch wichtig, dass wir endlich erfahren, dass hinter der weltbekannten Relativitätstheorie nicht nur eine Name stehen dürfte. Albert Einstein verbinde ich mit einem wahren Genie seines Faches. Nie wäre ich auf den Gedanken gekommen, dass er ohne die große Hilfe von Maric gar nicht hätte den Ruhm erlangen konnte, der ihm letztendlich zuteil wurde. Ab und an wunderte ich mich zwar schon, wie es ihm gelingen konnte, trotz schlechter Fähigkeiten in Mathematik eine solch bahnbrechende Theorie aufzustellen, die nicht zuletzt auf mathematischen Berechnungen basier. Jedoch war viel zu wenig über das Entstehen der Arbeit bekannt.

Maric galt als Mathematik-Ass und hat Albert Einstein wohl auch deshalb fasziniert. Ob die Verbindung zu ihr von Beginn an einem Plan folgte, ist unklar. Nach dem Lesen des Buches bin ich schockiert von dem Menschen Albert Einstein und könnte es mir tatsächlich vorstellen. Er wird als sehr feiger, egoistischer Mensch beschrieben, der seine kluge und wissbegierige Frau immer mehr in die Rolle der Haufrau drängt, um selbst wissenschaftlich erfolgreich arbeiten zu können. Immer wieder nutzt er die intellektuellen Fähigkeiten von Maric zu seinem eigenen Vorteil, während sie immer mehr in den Hintergrund rückt.

Der  Tod ihrer gemeinsamen Tochter Lieserl scheint Albert nicht lange zu beschäftigen. Maric hingegen leidet bis zu ihrem Lebensende unter dem sinnlosen Tod ihrer Tochter. Für mich war es erschütternd zu lesen, dass eine so unglaublich talentierte Frau sich zuletzt einzig dem Erfolg ihres Mannes verschreibt, ohne es selbst zu wollen. Maric steht am Ende ohne Abschluss dar, allein mit zwei kleinen Kindern, während Albert Einstein nur noch nach beruflichen Erfolgen strebt.

Die Autorin merkt an, sich zwar intensiv mit dem Leben der Einsteins beschäftigt zu haben und Daten und Orte wahrheitsgetreu erzählt zu haben. Gerade auf der zwischenmenschlichen Ebene aber,  wollte sie Albert und Mileva mehr Leben einhauchen um die Geschichte lebendiger für ihre Leser zu machen. Um das Leben des weltberühmten Mannes und seiner Frau zu dokumentieren, orientierte sie sich stark an die Briefwechsel von Albert Einstein und Mileva Maric im Werk Die Liebesbriefe 1897 – 1903 von Jürgen Renn und Robert Schulmann.

Zitate aus dem Buch

„Du bist ein Genie, aber in Herzensangelegenheiten versagst du völlig.“

„Als hätte er vollkommen vergessen, dass der Aufsatz, der nun für die Verleihung des Nobelpreises ins Rennen ging, im Grunde genommen mein Aufsatz war. {…} Der ganzen Welt gegenüber so zu tun, als stammte die Relativitätstheorie von ihm, war eine Sache – aber sich sogar mir gegenüber als ihr Urheber darzustellen, eine ganz andere.“

„Mich hatte schon lange niemand mehr als etwas anderes wahrgenommen denn Alberts Frau. Als Alberts scheue, seltsame, verkrüppelte Frau. Ja, das waren die Etiketten, die man mir im Tratsch überall, wo wir hinkamen, verpasst hatte.“

„Und am Allerwenigsten verzieh ich ihm, dass er mir eine gleichberechtigte Ehe und eine wissenschaftliche Partnerschaft versprochen und dieses Versprechen vor meiner gestern noch blutigen Nase gebrochen hatte.“

Fazit

Am Ende bleibt bei mir ein beklemmendes, trauriges Gefühl zurück. Vor allem, da ich nun weiss, dass Maric ihren wissenschaftlichen Durchbruch ihrer verstorbenen Tochter widmen wollte. Natürlich hat nicht alles im Buch genau so stattgefunden, im Kern ist die Handlung aber nicht erfunden. Es ist erwiesen, dass Mileva Maric entscheidend an der Relativitätstheorie mitarbeitete und für deren Erfolg ebenso hätte ausgezeichnet werden müssen. Albert Einstein hingegen, das geht aus den Briefen beider hervor, hat den Ruhm für sich allein haben wollen und drängte seine Frau immer mehr zurück.

Rund ums Buch

Frau Einstein • Marie Benedict • Kiepenheuer und Witsch • Originaltitel: The Other Einstein • Übersetzerin: Marieke Heimburger  • 2018 • 368 Seiten • Hardover mit Schutzumschlag• ISBN: 978-3-462-31725-1 • Preis: €16.99 • Buch kaufen


Mein großer Dank für das Buch geht an Lovely Books und den KiWi-Verlag.
Ein ergreifender Roman über die Frau, ohne die Albert Einstein wohl nie seine zahlreichen Preise für seine wissenschaftlichen Arbeiten erhalten hätte. 

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