Gelesen | Dezember 2017

Viel früher schaffen wir es einfach nicht, unseren abgeschlossenen Lesemonat zu veröffentlichen. Dennoch ist er inzwischen bereits ein fester Bestandteil unseres Blogs und darf nicht mehr fehlen. Im Dezember war einiges los, was nicht zuletzt an der Advents- und Weihnachtszeit lag. Jenni hat deshalb im letzten Monat des Jahres nicht gelesen, dafür aber gehört. In den Kommentaren freuen wir uns wieder über euren Lesemonat.

Jenni´s Hörmonat

(1) Im Dezember habe ich sehr wenig bis gar nicht gelesen. Dafür gab es aber die erfolgreiche Dark-Elements-Reihe Teil 1 und 2 von Jennifer L. Armentrout als Hörbuch. Der erste Teil Dark Elements – Steinerne Schwingen gefiel mir schon einmal sehr gut. Viel besser als gedacht.

(2) Teil 2 Dark Elements – Eiskalte Sehnsucht hat mich dank des gemeinen Endes von Teil 1 so neugierig gemacht, dass ich es direkt danach hören musste. Da demnächst eine Reihenrezi zu Dark Elements folgt, verrate ich nicht zu viel. Ihr dürft also gespannt sein.

Neri´s Lesemonat

(1) Begonnen habe ich den Dezember mit Als wir unbesiegbar waren von Alice Adams. Meine Rezension dazu könnt ihr hier lesen. Ich habe dieses Buch wirklich geliebt. Eine so wunderschöne Geschichte, mit ebenso ansprechenden Charakteren. Die vier Freunde Eva, Benedict, Lucien und Sylvie kennen sich seit der Schule und machen alles zusammen. Zwei Jahrzehnte später haben sie sich mehr oder weniger aus den Augen verloren, weil jeder seinen Weg gegangen ist. Die Autorin schreibt so gefühlvoll und mitreissend über Träume und wahre Freundschaft, dass das Lesen wirklich ein Genuss war.

(2) Zu meiner großen Schande musste ich bereits in der Rezension gestehen, dass ich bisher nicht eines ihrer Bücher gelesen habe. Jane Austen – Eine Entdeckungsreise durch ihre Welt von Holly Ivins, ist eine kleine Bibel über die beeindruckende Schriftstellerin. In dem kleinen Buch erfahren wir alles über ihr Leben, ihre Werke, ihr modernes Denken und weshalb so viele Menschen ihren Büchern verfallen sind. Nicht nur für echte „Janeites“ sehr zu empfehlen.

(3) Normalerweise haben mich Erzählungen oder Kurzgeschichten nie so für sich einnehmen können. Da die Autorin Jane Gardam aber für eben diese bekannt ist, wollte ich es doch versuchen und muss sagen, dass mich ihr Buch Die Leute von Privilege Hill durchaus für diese Sparte begeistern konnte. Die Rezension findet ihr hier.

(4) Das letzte Buch für 2017 war der illustrationsgewaltige Fashion- und Lifestyleguide New York. Das Cover hatte mich gar nicht so sehr angesprochen, die Illustrationen im Buch dann aber umso mehr. Die bekannte und sehr erfolgreiche Megan Hess hat mit diesem Guide eine Liebeserklärung an die Welt-Metropole geschaffen und lässt uns gleichzeitig an ihren liebsten Orten und Geschäften New Yorks teilhaben. Da es sich aber größtenteils um Luxusketten handelt, waren die Bilder für mich dann doch wesentlich spannender, als der Inhalt. Zur Rezension gehts hier.


Welche Bücher haben euch im Dezember enttäuscht und begeistert?

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Die Leute von Privilege Hill

Die Leute von Privilege Hill ist das erste Buch von Jane Gardam, welches ich las. Die Autorin sagte mir natürlich etwas, jedoch konnte ich, was ihren Schreibstil und ihre Geschichten anging, nicht mitreden. Das hat sich zumindest ein stückweit geändert. Bei diesem Buch handelt es sich um Erzählungen. Um kurze Geschichten. Sechzehn an der Zahl. Bisher haben mich Kurzgeschichten nicht angesprochen. Warum sich das änderte, das möchte ich folgend berichten.

Klappentext

Hetty, die Familienmutter, die bei der Begegnung mit ihrem ehemaligen Liebhaber in einen somnambulen Zustand gerät. Annie, die Schriftstellerin, die sich gegen Neugier und Gier entscheidet und ein Geheimnis dem Meer übergibt. Der verstummte chinesische Junge, der in England einen vom Himmel gestürzten Schwan rettet und plötzlich zur Sprache zurückfindet. Sie alle berühren uns und entwickeln ein Eigenleben, das über die Geschichten hinausgeht – in jeder dieser Erzählungen steckt die Verheißung eines Romans.


Das Cover fand ich zunächst wenig spektakulär. Als ich das Buch aber in den Händen hielt, gefiel es mir schon viel besser. Das Hardcover mit Schutzumschlag ist sehr schön anzusehen und ich mag die typische Schriftart der Gardam-Bücher. In die erste Geschichte bin ich ziemlich schnell hinein gekommen. Dennoch war ich noch unsicher, ob mir ein Buch voller Erzählungen zusagen könnte.

Aber schon sehr schnell wurde mir klar, dass Gardam nicht ganz umsonst wegen ihrer Schreibweise in den Köpfen der Leser bleibt. Ihre Formulierungen sind gespickt von Hämen gegenüber der Spezies Mensch. Allerdings nie so, dass ich die Lust am Lesen verlor. Viel mehr fand ich diesen Umstand erheiternd. Das Interesse und die Faszination an ihren Mitmenschen, bzw. ihren Figuren ist immer spürbar.

Die Charaktere in den sechzehn Geschichten im Buch bekommen von der Autorin viel Leben eingehaucht und wirken authentisch. Einige Male musste ich schmunzeln, war oft amüsiert und angetan von der literarischen Kunst, die Gardam in jede ihrer Erzählungen einfliessen lässt. Ich habe mir bewusst viel Zeit für das Buch genommen und die einzelnen Geschichten auf mich wirken lassen.

Obwohl Kurzgeschichten normalerweise gar nicht mein Metier sind, hat mich Die Leute von Privilege Hill dafür etwas mehr begeistern können. Und sicherlich bleibt das nicht mein letztes Buch von Jane Gardam.


Mein Dank für das Rezensionsexemplar geht an den Hanser-Verlag.
Was haltet ihr von Erzählungen? Kennt ihr einen Roman von Jane Gardam?

Informationen zum Buch

Die Leute von Privilege Hill • Jane Gardam • Hanser • Originaltitel: The Stories • Übersetzerin: Isabel Bogdan • 2017 • 352 Seiten • Hardcover mit Schutzumschlag • ISBN: 978-3-446-25681-1 • Preis: €22.00 • Buch kaufen

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Neuzugänge | Leyshon, Gardam und Slimani

Wir freuen uns, euch eine neue Kategorie auf Leselaunen vorstellen zu dürfen. Viele von euch, die regelmäßig Buch-Blogs verfolgen, dürften es in ähnlicher Form bereits kennen. Wir möchten euch an unseren Neuzugängen in Buchform teilhaben lassen und stellen euch unsere aktuellen literarischen Errungenschaften vor. Natürlich interessiert uns auch, was ihr von den Büchern haltet. Also, ob ihr sie bereits kennt, ob euch die Genres interessieren und ob die Bücher vielleicht schon in eurem Regal stehen.

Die Farbe von Milch

Worum es geht: Mary ist harte Arbeit gewöhnt. Sie kennt es nicht anders, denn ihr Leben auf dem Bauernhof der Eltern verläuft karg und entbehrungsreich. Doch dann ändert sich alles. Als sie fünfzehn wird, zieht Mary in den Haushalt des örtlichen Dorfpfarrers, um dessen Ehefrau zu pflegen und ihr Gesellschaft zu leisten – einer zarten, mitfühlenden Kranken. Bei ihr erfährt sie erstmals Wohlwollen und Anteilnahme. Mary eröffnet sich eine neue Welt. In ihrer einfachen, unverblümten Sprache erzählt sie, wie ihr Schicksal eine dramatische Wendung nimmt, als die Pfarrersfrau stirbt und sie plötzlich mit dem Hausherrn alleine zurückbleibt.

Was ich erwarte: Auf diesen Roman von Nell Leyshon habe ich mich schon so lange gefreut. Und vor wenigen Tagen ist das Buch dann bei mir eingetroffen. Schon das Cover mag ich wegen seines floralen Musters sehr gerne und auch inhaltlich reizt es mich. Aufgrund der bekanntlich sehr faszinierenden und eindringlichen Erzählweise der Autorin, erhoffe ich mir ein kleines literarisches Feuerwerk.

Die Leute von Privilege Hill

Worum es geht: Hetty, die Familienmutter, die bei der Begegnung mit ihrem ehemaligen Liebhaber in einen somnambulen Zustand gerät. Annie, die Schriftstellerin, die sich gegen Neugier und Gier entscheidet und ein Geheimnis dem Meer übergibt. Der verstummte chinesische Junge, der in England einen vom Himmel gestürzten Schwan rettet und plötzlich zur Sprache zurückfindet.

Was ich erwarte: Jane Gardam. Schon lange möchte ich eines ihrer Bücher lesen. Viele ihrer Romane konnten bereits überzeugen. Sie selbst schreibt dennoch am Liebsten Erzählungen. Empfohlen wurde mir das Buch von meiner Mama. Ich bin gespannt, ob ich mich die Erzählungen Gardam´s überzeugen kann.

Dann schlaf auch Du

Worum es geht: Sie wollen das perfekte Paar sein, Kinder und Beruf unter einen Hut bringen, alles irgendwie richtig machen. Und sie finden die ideale Nanny, die ihnen das alles erst möglich macht. Doch wie gut kann man einen fremden Menschen kennen? Und wie sehr kann man ihm vertrauen?

Sie haben Glück gehabt, denken sich Myriam und Paul, als sie Louise einstellen – eine Nanny wie aus dem Bilderbuch, die auf ihre beiden kleinen Kinder aufpasst, in der schönen Pariser Altbauwohnung im 10. Arrondissement. Wie mit unsichtbaren Fäden hält Louise die Familie zusammen, ebenso unbemerkt wie mächtig. In wenigen Wochen schon ist sie unentbehrlich geworden. Myriam und Paul ahnen nichts von den Abgründen und von der Verletzlichkeit der Frau, der sie das Kostbarste anvertrauen, das sie besitzen. Von der tiefen Einsamkeit, in der sich die fünfzigjährige Frau zu verlieren droht. Bis eines Tages die Tragödie über die kleine Familie hereinbricht. Ebenso unaufhaltsam wie schrecklich.

Was ich erwarte: Nicht nur auf der Frankfurter Buchmesse war dieser Roman von Leila Slimani ein großer Erfolg. An diesem Werk kommt gerade kaum ein Literatur-Liebhaber vorbei. Ich freue mich schon sehr auf´s Lesen.


Mein Dank für diese wunderbaren Bücher geht an die Verlage Eisele, Hanser und Luchterhand.
Dies sind meine neuen Mitbewohner. Was haltet ihr von meiner Auswahl?

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