Fischer

Emma

Emma ist mein erstes Buch von Jane Austen und es wird mit Sicherheit auch nicht das einzige bleiben. Ich habe es im Rahmen der Rory Gilmore Reading Challenge gelesen, an welcher Neri und ich teilnehmen und ich freue mich, dass ich nun ein Buch lesen durfte, welches mir wirklich gut gefallen hat. Ich wäre selber wohlmöglich nicht so schnell auf die Idee gekommen, dieses Buch zu lesen. Es gibt einfach zu viel Literatur aus der Gegenwart, welche ich lesen möchte und bei welcher ich dennoch weiß, dass ich lange nicht all die Bücher schaffen werde, welche ich mir vorgenommen habe. Dies ist ein Werk, welches nun über 200 Jahre alt ist und dennoch habe ich mich die gesamte Zeit gut unterhalten gefühlt.

Darum gehts

Emma ist eine spezielle Protagonistin über die Jane Austen selber sagte, dass sie wohl kaum jemand mögen würde, außer sie selbst und ich weiß, warum sie so denkt. Emma ist eigensinnig, naiv und sehr ichbezogen, auch wenn sie es so dastehen lässt, als würde sie nur an ihre Mitmenschen denken. Besonders bemüht sie sich um das Wohl ihrer Freundin Harriet, welche sie zu verheiraten versucht, nachdem es bereits bei ihrem Kindermädchen so prächtig geklappt hat. Dabei sind ihr jedoch die Gefühle und Meinungen der anderen egal und allgemein ist sie sich sicher, dass alles was sie für richtig hält, auch richtig ist.

Spoilerfreie Rezension

Ich kann die Missgunst Emma gegenüber zwar verstehen, war aber selbst so fasziniert von ihrer Schlagfertigkeit und den Wortgefechten, dass ich sie einfach ins Herz schließen musste. Durch sie hat dieses Buch eine Note bekommen, die es komplett macht. Ich musste häufig auflachen und habe bis zum Ende mitgefiebert.

Diese Geschichte zu lesen hat sehr viel Spaß gemacht und ich musste immer wieder innehalten, weil ich die Art zu sprechen zu dieser Zeit so schön fand. Die Dialoge und auch die Erzählungen sind toll verfasst und ich kann die Bewunderung, die besonders Leserinnen für Jane Austen empfinden endlich nachvollziehen.

Zitate aus dem Buch

„Mr. Knightley jedoch legte keine Schadenfreude an den Tag. Zwar konnte er nicht sagen, er sei enttäuscht, seine heitere Miene hätte ihn Lügen gestraft.“

„Wäre sie geneigt gewesen, ihn zu heiraten, so hätte sich´s verlohnt, sich darüber Gedanken zu machen und seiner Verliebtheit wie seinem Charakter mehr auf den Grund zu Gehen, um zu wissen, was von ihnen zu halten war; aber für die Zwecke einer Bekanntschaft war er durchaus liebenswürdig genug.“

Fazit

Einen Stern Abzug muss ich trotzdem geben, weil ich denke, dass die Geschichte nicht wirklich 494 Seiten benötigt hätte. Durch die vielen Abschweifungen und Nebengeschichten wurde mein Lesefluss an einigen Stellen einfach zu sehr gestört.

Rund ums Buch

Emma • Jane Austen • Fischer • Übersetzerin: Helene Henze  • 2008 • 494 Seiten • Paperback• ISBN: 978-3-59690-041-1 • Preis: €9.50 • Buch kaufen


Mögt ihr die Geschichten von Jane Austen auch so gerne?

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Gelesen | Februar 2018

Ganz pünktlich erscheint unser Leserückblick für den Monat Februar. Unfassbar, dass morgen schon wieder März ist. Die Zeit scheint nur so zu verfliegen. Auch im letzten Monat haben wir wieder einiges gelesen / gehört und möchten euch daran teilhaben lassen. Wir freuen uns, wenn ihr uns wissen lasst, welche Bücher euch im Februar begeistert oder enttäuscht haben.

Jenni´s Lesemonat

(1) Mit Die Apfelprinzessin von Maya Shepherd bin ich in den Februar gestartet und hatte damit auch mein Highlight eingefahren. Es war zwar kurz, aber dennoch wundervoll geschrieben. Eine Geschichte, die ich jedem nur ans Herz legen kann und auch hier auf dem Blog schon von mir rezensiert wurde. Schaut also unbedingt mal vorbei!

(2) Auf meinen Autofahrten habe ich Ewig Dein von Janet Clark gehört und verschlungen. Eine wirklich tolle Geschichte für nebenbei, die trotzdem spannend bleibt. Auch hierzu gibt es bereits eine Rezension, in welcher meine ausführliche Meinung zu finden ist.

(3) Teilweise gelesen und auch gehört habe ich Das Reich der sieben Höfe von Sarah J. Maas. Nachdem ich das andere Hörbuch beendet hatte, brauchte ich ein neues, und da ich sowieso gerade dabei war das Buch zu lesen, habe ich es während der Fahrten einfach weitergehört. Es war toll und ich kann mir selber nicht erklären, wieso dieses Buch fast ein Jahr auf meinem SUB geschlummert hat. Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht und bin hin und weg von dem Schreibstil der Autorin. Eine ausführliche Rezension wird noch folgen, versprochen!

(4) Ich liebe Superhelden, manche meiner Freunde würden sogar sagen, ich bin ein wenig zu sehr verrückt danach, weswegen ich mich sehr gefreut habe, als Wonder Woman von Leigh Bardugo bei mir ankam. Bisher kannte ich Wonder Woman nur aus einem einzigen Film, in welchem sie keine sehr große Rolle gespielt hat, deswegen war ich umso gespannter, was hinter diesem Superhelden zu stecken mag. Ich war sehr begeistert von dem, was Leigh Bardugo geschrieben hat, möchte an dieser Stelle aber nichts weiter verraten. Natürlich folgt in den nächsten Tagen auch hierzu eine Rezension!

(5) Das letzte Buch, welche ich im Februar beenden konnte war Emma von Jane Austen. Ich habe es im Rahmen der Rory Gilmore Reading Challenge gelesen und habe mich nach dem Reinfall des letzten Monats sehr über diese tolle Geschichte gefreut. Es ist mein erstes Buch von Jane Austen und es wird sicherlich nicht das letzte bleiben. Auch hierzu wird noch eine Rezension mit meiner ausführlichen Meinung folgen.

Neri´s Lesemonat

(1) Das erste Buch im Februar war Porträt einer Ehe von Robin Black. Entgegen vieler guter Meinungen, gefiel mir die Geschichte nicht all zu sehr. Viel zu wenig von dem, was der Klappentext verspricht, wird im Roman deutlich. Die Charaktere nervten mich eher und die Dramatik kam nie so recht zum Tragen. Nämlich die scheiternde Ehe zweier Menschen. Viel mehr verstrickt sich die Geschichte immer wieder in Nebensächlichkeiten. Gar nicht meins gewesen. Die Rezension dazu findet ihr auf dem Blog.

(2) Etwas enttäuscht war ich leider auch von dem Klassiker Die Glasglocke von Sylvia Plath. Das Buch erschien in den Sechzigerjahren und war der erste Roman von Plath. Sie war vorher für ihre Lyrik bekannt. Auch hier habe ich mich zu sehr vom Klappentext leiten lassen. Die Erzählungen waren mir zu rau. Die Suizidgedanken der Protagonistin wirkten auf mich verherrlichend und dadurch beängstigend. Das Buch löste in mir zu jeder Zeit Unbehagen aus. Der Roman gilt als Autobiografie. Die Autorin scheint ihr eigenes Leben zu beschreiben. Vier Wochen nach Erscheinen des Buches nahm sich Plath das Leben. Nichts für schwache Nerven! Ich habe das Buch hier rezensiert.

(3) Das dritte und letzte Buch für den Februar war Frau Einstein von Marie BenedictIch gehörte zu den glücklichen Gewinnern des Buches, welches bei Lovely Books verlost wurde. Die Geschichte selbst fand ich zunächst nicht all zu spannend, viel mehr die Tatsache, dass Einsteins erste Frau maßgeblich am Entstehen der Relativitätstheorie beteiligt war. Beim Lesen aber war ich beeindruckt von der jungen Mileva Maric, ihren Ambitionen, ihrem Geist, ihrem Charme und ihrer Liebenswürdigkeit. Gleichzeitig war ich tief traurig, ob dem Ausgang. Mehr findet ihr in der Rezension.


Ist ein Buch dabei, welches auch ihr im Februar gelesen habt? 

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Wolkenschloss

Ich bin seit der Edelsteintrilogie ein sehr großer Fan von Kerstin Gier und somit sehr gespannt gewesen, endlich ihr neustes Buch Wolkenschloss lesen zu können. Wolkenschloss ist wieder ein Jugendbuch, welches mit viel Witz und Liebe geschrieben ist. Hier ist zwar nicht so viel von der Magie spürbar, wie man es von den anderen Jugendbüchern von Kerstin Gier gewohnt ist, doch wird dies durch eine gute Portion Krimi aufgefüllt.

Darum gehts

Fanny ist der Hauptcharakter des Buches und mir sehr sympathisch.  Sie handelt immer aus vollem Herzen heraus und stellt sich selbst hinter die anderen. Sogar ihr Leben. Sie ist 17 Jahre alt, hat gerade die Schule abgebrochen und ist nun Jahrespraktikantin im luxuriösen Wolkenschloss.

Spoilerfreie Rezension

Ich war einige Male sehr beeindruckt von Fanny´s Einfallsreichtum und ihrem Durchhaltevermögen. Wären mir am ersten Tag die Kinder, auf die ich hätte aufpassen müssen, abhanden gekommen, hätte ich definitiv anders reagiert. Die Mitarbeiter im Hotel sind für Fanny wie eine zweite Familie. Sie sind sehr herzlich und immer für sie da. Doch auch diese haben ihre Geheimnisse.

Die Geschichte ist, wie nicht anders von Kerstin Gier zu erwarten war, sehr schön geschrieben. Man konnte sich beim Lesen einfach berieseln lassen und war direkt in der Welt des Wolkenschlosses gefangen, so dass man am liebsten selber dort einchecken mochte.

Einen Kritikpunkt habe ich trotzdem. Ich habe, dafür das es von dieser Autorin ist, relativ lange an dem Buch gelesen, da das Gefühl von gewohnter Gier-Spannung nicht so recht auftreten wollte. Vielleicht habe ich etwas Anderes erwartet. Ich habe auf die Magie gewartet, darauf, dass ich verzaubert werde und eine neue Welt kennen lernen darf.

Zwar habe ich das Wolkenschloss kennengelernt, doch fühlte ich mich da eher so, als würde ich Mäuschen in Fannys leben spielen dürfen. Natürlich habe ich beim Lesen immer wieder auflachen müssen, ich habe mit ihr um ihr Herz gebangt und sie auch in meines geschlossen. Doch konnte ich einfach keinen Moment ausmachen, in dem das Buch ein besonderes wurde.

Zitat aus dem Buch

„Es könnte doch auch sein, dass ihr euch völlig missverstanden habt. Vielleicht hat er gar nicht gemerkt, dass du ihm dein Herz geschenkt hast. Weil du es nur ganz still und heimlich hinter ihm abgelegt hast, anstatt es ihm liebevoll in den Arm zu legen.“

Fazit

Wolkenschloss ist eine süße Geschichte, um sich an einem verregneten Tag mit der Decke auf das Sofa zu kuscheln. Es bringt einem zum Lachen, und man kann mitfiebern. Doch wer etwas lesen möchte, mit dem es einem wie bei der Edelsteintrilogie ergeht, sollte doch zu einem anderen Buch greifen.

Rund ums Buch

Wolkenschloss • Kerstin Gier • Fischer FJB • 2017 • 464 Seiten • Hardcover • ISBN: 978-3-841-44021-1 • Preis: €20.00 • Buch kaufen


Habt ihr „Wolkenschloss“ gelesen und konnte es die Kerstin-Gier-Leser unter euch überzeugen?

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