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Eva Siegmund

Pandora – Wovon träumst du?

Heute kommt wieder mal eine Rezension von mir, worüber ich mich sehr freue. Weiter geht es mit Pandora – Wovon träumst du? von Eva Siegmund.

Darum gehts

Die Zukunft hält vieles für die Menschheit bereit. Dank eines Chips im Kopf können die Träume der Menschen gesteuert werden. Um sich einen solchen kostspieligen Chip leisten zu können, hat Sophie lange gespart. Ihre Welt scheint zusammen zu brechen, als sie von ihrer Zwillingeschwester erfährt und auch davon, dass sie adoptiert wurde. Um der Vergangenheit auf die Spur zu kommen, wollen beide die Hintergründe ihres Lebens erforschen. Dabei kommen sie einer großen Verschwörung auf die Schliche. Die Chips, welche sie in ihren Köpfen haben, werden von einem Sandmann gesteuert, der die Menschheit beherrschen will.

Spoilerfreie Rezension

Ich weiß noch gar nicht richtig wo ich anfangen soll, weil in diesem Buch so viel passiert ist. Wie schon der Klappentext verrät geht es um Computerchips, die in den Kopf eines Menschen implantiert werden. Dort fungieren sie dann als Smartphone. Man kann also Nachrichten schreiben, ins Internet gehen und telefonieren. Auch Filme schauen und es als Navigationsgerät verwenden ist möglich. Das alles hört sich also gar nicht so schlecht an und ich empfinde es auch nicht sehr realitätsfern.

Doch was ist, wenn man nicht so viel Geld hat und sich einen Port kaufen muss, der werbefinanziert ist? Dann bekommt man nämlich in der Nacht, wenn man träumt, die ganze Werbung aufgedrückt und wird so dazu verleitet, Dinge zu kaufen, die man eigentlich gar nicht will. Und nicht nur das. Offensichtlich gibt es da noch einen verrückten Typen, der die Träume des Menschen zu sehr viel mehr benutzen will. Welche Ausmaße das Ganze hat, müsst ihr dann aber selber lesen. Ich kann nur den Tipp geben, das Buch vielleicht nicht gerade als Abendlektüre zu nutzen.

Der Schreibstil und auch die Handlungen an sich, gefallen mir sehr gut. Die Geschichte spielt in Berlin und es werden einige Ort aufgezählt, die man selbst kennt. So bleibt es spannend zu lesen, wie dieser Ort vielleicht in der Zukunft aussehen könnte. Die Charaktere finde ich auch sehr gut. Die Zwillinge, die selbstverständlich verschieden sind, ergänzen sich gut und auch die männlichen Charaktere, welche nicht fehlen dürfen, sind gut durchdacht. Doch empfand ich die Schwärmereien der Mädels, dabei besonders die von Sophie, in vielen Szenen als unangebracht. Wenn ich um mein Leben und meine Träume bange, sind die Gedanken an einen Typen für mich zweitrangig. Dies ist aber kein Hindernis für den Lesefluss gewesen. Ich habe mich jeden Tag gefreut, weiterlesen zu dürfen und war am Ende sehr gefesselt.

Zitate aus dem Buch

„Es war mein Leben. Und genau deshalb durfte ich jetzt nicht zerbrechen, wenn ich darauf hoffen wollte, irgendwann wieder frei zu sein. Und vielleicht sogar glücklich.“

„Ich fühlte, dass ich dabei war, mich in ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang zu stürzen.“

„Bilder können wie Messer sein, die Botschaften in deine Seele ritzen. Botschaften, die bis in deinen persönlichen Quellcode eindringen und dort für immer und ewig haften bleiben.“

Fazit

Fans, die fiese Cliffhanger lieben, werden hier zwar nicht auf ihre Kosten kommen, doch fand ich gerade das angenehm, eine Geschichte vernünftig enden zu lassen. Band zwei wartet auch schon in meinem Regal auf mich und ich bin demensprechend sehr gespannt, was in Cassandra – niemand wird dir glauben geschehen wird.

Rund ums Buch

Pandora – und wovon träumst du? • Eva Siegmund • cbt  • 2017 • 493 Seiten • Paperback • ISBN: 978-3-570-31059-5 • Preis: €12.99 • Buch kaufen


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