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Die Eismacher

Vom lieben Florian bekam ich im Rahmen des Book Blind Dates im Mai das wunderbare Buch Die Eismacher zugesendet. Ich habe selten so lange für ein Buch gebraucht wie dieses Mal. Das lag aber weniger am Inhalt, viel mehr an meiner wenigen Zeit zuletzt. Nun bin ich aber fertig und freue mich besonders, dass ich den Roman heute rezensiere. 

Darum gehts

Die Geschichte dreht sich um eine Eismacher-Familie aus den italienischen Dolomiten, welche im niederländischen Rotterdam eine Eisdiele betreibt. Mutter, Vater und ihre beiden Söhne Giovanni und Luca, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Während der Großvater, der Vater und der Bruder sich ganz dem Eismachen verschrieben haben, hat Giovanni sein Herz der Literatur vermacht. Mit dieser Entscheidung stößt er bei Bruder und Vater auch Jahre später noch auf großes Unverständnis. Schließlich sind die Talaminis seit jeher Eismacher. Nachdem Luca mit seinem Bruder jahrelang kaum ein Wort gesprochen hat, kommt er mit einem wichtigen Anliegen zu ihm, welches das Leben der Beiden verändern soll.

Spoilerfreie Rezension

Das Cover ist sehr gelungen. Ich mag die alte Fotografie und konnte mir direkt vorstellen, dass man selbiges wunderbar in Szene setzen kann. Auch auf den Inhalt war ich direkt neugierig. Und ich wurde diesbezüglich nicht enttäuscht. Neben der hauptsächlichen Thematik, dem Eismachen, kommen auch viele andere Themen nicht zu kurz. Ab und an musste ich innehalten und mich fragen, ob mir das gefällt, inzwischen kann ich aber sagen, dass es das tat. Literatur und Eis. Wer von uns mag diese beiden Dinge nicht?

Den Schreibstil des niederländischen Autors finde ich besonders ansprechend. Er schafft es, wunderbare Metaphern zu schaffen und Wortspiele zu kreieren, die ich sehr schön fand. Ansonsten liest sich das Buch flüssig und leicht. Die einzelnen Abschnitte in denen es um das World Poetry Festival geht, auf welchen der ältere Sohn Giovanni arbeitet, waren mir ab und an etwas zu ausführlich. Nicht uninteressant, aber einfach etwas zu sehr in die Länge gezogen für meinen Geschmack. Die Figuren sind insgesamt sehr tieffündig ausgearbeitet, was mir sehr gefiel und als Leser bekommt man unglaublich viel Historisches zum Ursprung des Eises mitgeteilt, was durchaus spannend ist. Vor allem, wenn man wie ich, gerne aus dazu Büchern lernt.

Ich habe wieder so viele Zitate markiert, dass es mir am Ende sehr schwer fiel, mich auf einige wenige festzulegen. Das ist immer ein gutes Zeichen. Die Familiengeschichte bietet viel Emotionen und nicht vorhersehbare Ereignisse. Ich konnte mich besonders mit Giovanni identifizieren, mit dem ich auf jeder Seite mitfühlte. Von den wichtigsten Menschen im Leben immer das Gefühl zu bekommen, nicht vollkommen zu sein, nur weil man einen anderen Berufsweg einschlug, als den, welchen die Familie vorsah, muss schlimm sein. Umso mehr bewunderte ich seine Geduld und seine Liebe für das, was ihn erfüllt: die Literatur.

Zitate aus dem Buch

„Was wissen wir schon darüber, wie das Herz funktioniert? Wie man es schneller schlagen lassen, wie man es erobern und für immer behalten kann?“

„Zuerst hab ich nur das Eis gehasst, aber dann fing ich an, auch die Menschen zu hassen, die es bestellten.“

„Was ist leckerer als Eis? Wer kennt jemanden, der kein Eis mag? Wer erfreut sich nicht am Anblick eines Eiscafés? Die Eistüte versetzt uns in unsere Kindheit zurück, oder der Eisbecher, in dem wir alle einmal mit einem flachen Plastiklöffelchen so lange gerührt haben, bis eine neue Farbe und ein neuer Geschmack entstanden.“

„Schließlich kam der Sommer, und was für einer, mit allem, was die Jahreszeit zu bieten hat: hellblauer Himmel, verschwitzte Bettwäsche und kurze Röcke, späte Sonnenuntergänge und verführerisch blinzelnde Sterne, Sommersprossen, Wespen, Hagelkörner und verbrannte Nasen. Ein Sommer, der zu wissen schien, dass er nur wenig Zeit hatte, und sich deshalb verausgabte.“

„Glaubst du, ich hätte keine Träume gehabt? Glaubst du, ich hätte nur an Eis gedacht?“

Eismacher weinen nicht, sie schwitzen. Sie leiden, sie haben keinen Sommer, sie haben kein Leben.“

Fazit

Eine sehr gelungene Geschichte zum Ursprung des Speiseeises und einer Familie, die in ihrem Leben auf viele Sommer verzichtet, um sich dem Eismachen zu widmen und dabei hier und da vergisst, worauf es im Leben wirklich ankommt.

Rund ums Buch

Die Eismacher • Ernest van der Kwast • Originaltitel: De Ijsmakers • Übersetzer: Andreas Ecke • btb • 2018 • 400 Seiten • Paperback • ISBN: 978-3-442-71597-8 • Preis: €10.00 • Buch kaufen


Wer von euch kennt das Buch bereits?

Book Blind Date im Mai

Es ist wieder vier Wochen später, das heißt ein neuer Monat hat begonnen und in meinem Briefkasten lag eine neue buchige Überraschung von Florian. Mein Book Blind Date für den Mai ist da. Und darin ein so wundervolles Buch, dass ich in meiner Entscheidung, mich auf das Abonnement einzulassen, wieder bestätigt wurde. 

In meinem ersten Beitrag zum Book Blind Date habe ich euch bereits informiert, was es mit der Aktion auf sich hat, wie sie abläuft, und wo ihr weitere Informationen her bekommt. Solltet ihr den Beitrag nicht kennen, dann könnt ihr ihn hier noch einmal nachlesen. Mein aktuelles Buch, welches mir Florian mit viel Liebe ausgesucht hat, ist Die Eismacher von Ernest van der Kwast aus dem btb-Verlag. Ich habe mich sehr gefreut, als ich das Buch ausgepackt habe, denn gerade gestern habe ich sehr viel Positives über das Buch gelesen und gerade zum bevorstehenden Sommer, passt es großartig. Das Geschenkpapier ist so hübsch und das beigelegte Kärtchen macht die Überraschung perfekt.

Book Blind Date im Mai : Die Eismacher

Seit fünf Generationen haben sich die Talaminis der süßen Kunst des Eismachens verschrieben. Jedes Jahr im Frühling siedeln sie aus dem „Tal der Eismacher“ in den malerischen Dolomiten nach Rotterdam über. In ihrem kleinen Eiscafé gibt es alles, was das Herz begehrt: zartchmelzendes Grappasorbet, sanftgrünes Pistazieneis, zimtfarbene Schokolade. Dennoch beschließt der ältere Sohn Giovanni, mit der Familientradition zu brechen, um sein Leben der Literatur zu widmen. Denn er liebt das Lesen so sehr wie das Eis. Bis eines Tages sein Bruder Luca ein höchst ungewöhnliches Anliegen hat.

Meine letzten literarischen Überraschungen

Februar 
Die Geisha von Arthur Golden

März 
Die Hochzeit der Chani Kaufman von Eve Harris

April
Das Nest von Cynthia D´Aprix Sweeney

Mai
Die Eismacher von Ernest van der Kwast

Sollte euch der erste Beitrag zum Book Blind Date nicht erreicht haben und ihr seid ernsthaft interessiert, auch am Book Blind Date teilzunehmen, dann hab ich hier noch einmal die Kontaktdaten für euch. Florian Valerius erreicht ihr per Instagram und Mail. Oder ihr wendet euch direkt an die Buchhandlung Stephanus.


Ich danke Florian von Herzen!
Ich bin sehr glücklich mit meiner aktuellen Ausbeute. Was sagt ihr zum Inhalt meines aktuelles Book Blind Dates?

Gelesen | März 2018

Und schon wieder ist ein Monat rum. Der März ist vorbei und der April beweist schon direkt zu Beginn, dass er macht, was er will. Unser Leserückblick darf also nicht fehlen. Auch der März war lesetechnisch wieder sehr vielfältig und literarisch bereichernd.  Gerne nehmen wir eure Buchtipps in den Kommentaren entgegen. 

Jenni´s Lesemonat

(1) Save me von Mona Kasten war das erste Buch, was ich im März gelesen habe. Der tolle Schreibstiel hat es zu etwas Besonderen gemacht und die Geschichte ist nicht so langweilig, wie man es von einigen Büchern aus dem Genre kennt. Meine ausführliche Rezension zu diesem tollen Buch findet ihr hier auf dem Blog.

(2) Nach dem tollen Buch von Mona Kasten folge mein Monatshighlight. Die Stille meiner Worte von Ava Reed. Ich durfte die Autorin auch auf der Buchmesse in Leipzig treffen und sie ist eine unglaublich liebe Person. Kein Wunder also, dass sie ein so wunderschönes Buch geschrieben hat, welches mich sprachlos gemacht hat. Ich war sehr gerührt und freue mich schon auf das nächste Buch von Ava Reed. Auch hierzu gibt es eine Rezension auf dem Blog.

(3) Das dritte und letzte Buch was Alice im Wunderland, welches mir Neri für die Rory Gilmore Reading Challenge ausgesucht hat. Ich bin sehr froh, endlich diese Geschichte gelesen zu haben, doch habe ich etwas mehr erwartet. Trotzdem ist diese Geschichte toll geschrieben, mit vielen Botschaften zwischen den Zeilen. Eine Rezension hierzu wird noch folgen.

Neri´s Lesemonat

(1) Mein erstes Buch in meinem Geburtsmonat war Marie von Steven Uhly. Das Cover und den Klappentext fand ich sehr ansprechend. Leider konnte mich das Buch gar nicht überzeugen. Die Charaktere wirkten flach und der Erzählstil des Autors gefiel mir gar nicht. Sehr schade, denn die tragische Familiengeschichte hätte sicher mehr Potential gehabt. Zur Rezension gelangt ihr hier.

(2) Weiter ging es mit einem wundervollen autobiografischen Roman von Andrea Kraft. In Hummeln fliegen auch bei Regen berichtet sie über die schweren Zeiten ihrer Depression und welche Schwierigkeiten ihr diese täglich bereitete. Kraft schreibt mit viel Charme und Witz ohne dabei die Ernsthaftigkeit aus den Augen zu verlieren. Ich kann das Buch gerade Betroffenen oder Angehörigen empfehlen. Hier lest ihr mehr.

(3) Buch Nummer drei war Die schöne Fanny vom Schweizer Autoren Pedro Lenz. Von dem Buch habe ich zuerst durch den Literaturclub im SWR erfahren. Es ist so witzig geschrieben, der Schreibstil reißt mit und ich war wirklich traurig, als ich das Buch beenden und die Geschichte „hergeben“ musste. Eine große Empfehlung. Eine Rezension gibts natürlich auch schon.


Welche Bücher gab es bei euch im März zu lesen?

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Marie

Marie ist das erste Buch, welches mir vom Autoren Steven Uhly in die Hände fiel. Einigen wird sicher sein Erfolgsroman Glückskind geläufig sein. Der Klappentext hat meine Neugier geweckt und die Geschichte schien demnach viel Spannung bereitzuhalten. Es handelt sich um einen Familienroman, indem es vor allem um Vergangenheitsbewältigung geht.

Darum gehts

Frido, Chiara und Mira sind Geschwister und  leben mit ihrer überforderten Mutter in München. Die Eltern sind getrennt. Der Vater hat mittlerweile eine neue Partnerin und mit dieser ein weiteres Kind. Schon gleich zu Beginn wird klar, dass die Familienverhältnisse zerrüttet sind. Während Frido und Mira von ihrer Mutter zumindest beachtet werden, scheint Chiara für diese nur eine Nebenrolle zu spielen.

Egal wie undankbar und wenig mütterlich sich die Mutter Veronika ihren Kindern gegenüber verhält, die drei scheinen ihr nahezu alles zu verzeihen. Vor allem Frido und Chiara empfinden großes Mitleid für die eigene Mutter und versuchen, ihre Unzulänglichkeiten vor allem vor dem Vater und der Schule zu vertuschen. Die Verbundenheit zu ihrer Mutter ist für Frido und Chiara alles. Irgendwann gelingt das Verschleiern der familiären Probleme nicht mehr, auch weil sich Veronika im Badezimmer mit einer großen Scherbe absichtlich schwer verletzt und folgend längere Zeit im Krankenhaus verbringen muss. Die Kinder finden bei ihrem Vater und seiner neuen Familie wenig Halt und sind fortan zunächst auf sich allein gestellt.

Spoilerfreie Rezension

Die Schreibweise von Uhly sprach mich wenig an. Obwohl er mit großen Emotionen zu spielen versucht, konnten mich die Charaktere nie ganz überzeugen. Und das, obwohl die Geschichte eine sehr ergreifende ist. Die Figur der Mutter, Veronika, hat mich am Meisten verärgert. Bis zum Schluss konnte ich für das Geschehene und Verursachte durch ihre Person nicht umgehen. Ich ahnte, dass in der Vergangenheit etwas passiert sein muss, was vor allem Chiara betrifft. Der Titel Marie wird immer nur phasenweise verständlich, wird dem Buch im Gesamten aber viel zu wenig gerecht und ist letztendlich für mich nicht mit dem Buch identifizierbar.

Das Cover gefiel mir auf Anhieb. Die Farbgebung harmoniert gut miteinander und wirkt sehr ästhetisch auf mich. Ich mag die Kapitel-Gestaltung. Die einzelnen Abschnitte sind – ganz schlicht – und dennoch anders gehalten, als ich es bisher kannte. Jedes neue Kapitel beginnt mit einer grauen Seite, auf der die Ziffer steht. Der Schreibstil konnte mich, wie bereits erwähnt nie für sich einnehmen. Die versprochene „Bild- und Wortgewalt“ erreichte mich leider nicht.

Zitate aus dem Buch

„Sie tut es mit einem Gefühl von Verbundenheit und Fürsorge, mit jener unbedingten Loyalität, zu der nur Kinder fähig sind.“

„Die Kälte hat sich in ihrem Körper eingenistet wie ein Fremder, der für immer bleiben will.“

„Sie ist an ihr Bett gefesselt und muss sich selbst wahrnehmen. Und was sie wahrnimmt, erträgt sie kaum.“

Fazit

Mir wurde durch Marie auf jeden Fall wieder bewusst, wie eng und überlebenswichtig die Bindung von Kindern zu ihren Eltern ist und was Kinder bereit sind, für ihre Eltern zu leisten. Chiara liebt ihre Mutter bedingungslos, obwohl diese sie lange nicht wie eine Tochter lieben kann. Dennoch erfährt sie von Chiara eine Loyalität, wie sie wohl nur vom eigenen Kind kommen kann. Leider konnten mich Grundstimmung und Erzählstil aber nicht überzeugen, sodass ich am Ende froh war, das Buch beenden zu dürfen.

rund ums buch

Marie • Steven Uhly • btb • 2018 • 272 Seiten • Paperback • ISBN: 978-3-442-71552-7 • Preis: €10.00 • Buch kaufen


Ich danke dem btb-Verlag für das Rezensionsexemplar.
Habt ihr eines von Uhlys Büchern gelesen? Und mögt ihr den Schreibstil?

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Gelesen | Februar 2018

Ganz pünktlich erscheint unser Leserückblick für den Monat Februar. Unfassbar, dass morgen schon wieder März ist. Die Zeit scheint nur so zu verfliegen. Auch im letzten Monat haben wir wieder einiges gelesen / gehört und möchten euch daran teilhaben lassen. Wir freuen uns, wenn ihr uns wissen lasst, welche Bücher euch im Februar begeistert oder enttäuscht haben.

Jenni´s Lesemonat

(1) Mit Die Apfelprinzessin von Maya Shepherd bin ich in den Februar gestartet und hatte damit auch mein Highlight eingefahren. Es war zwar kurz, aber dennoch wundervoll geschrieben. Eine Geschichte, die ich jedem nur ans Herz legen kann und auch hier auf dem Blog schon von mir rezensiert wurde. Schaut also unbedingt mal vorbei!

(2) Auf meinen Autofahrten habe ich Ewig Dein von Janet Clark gehört und verschlungen. Eine wirklich tolle Geschichte für nebenbei, die trotzdem spannend bleibt. Auch hierzu gibt es bereits eine Rezension, in welcher meine ausführliche Meinung zu finden ist.

(3) Teilweise gelesen und auch gehört habe ich Das Reich der sieben Höfe von Sarah J. Maas. Nachdem ich das andere Hörbuch beendet hatte, brauchte ich ein neues, und da ich sowieso gerade dabei war das Buch zu lesen, habe ich es während der Fahrten einfach weitergehört. Es war toll und ich kann mir selber nicht erklären, wieso dieses Buch fast ein Jahr auf meinem SUB geschlummert hat. Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht und bin hin und weg von dem Schreibstil der Autorin. Eine ausführliche Rezension wird noch folgen, versprochen!

(4) Ich liebe Superhelden, manche meiner Freunde würden sogar sagen, ich bin ein wenig zu sehr verrückt danach, weswegen ich mich sehr gefreut habe, als Wonder Woman von Leigh Bardugo bei mir ankam. Bisher kannte ich Wonder Woman nur aus einem einzigen Film, in welchem sie keine sehr große Rolle gespielt hat, deswegen war ich umso gespannter, was hinter diesem Superhelden zu stecken mag. Ich war sehr begeistert von dem, was Leigh Bardugo geschrieben hat, möchte an dieser Stelle aber nichts weiter verraten. Natürlich folgt in den nächsten Tagen auch hierzu eine Rezension!

(5) Das letzte Buch, welche ich im Februar beenden konnte war Emma von Jane Austen. Ich habe es im Rahmen der Rory Gilmore Reading Challenge gelesen und habe mich nach dem Reinfall des letzten Monats sehr über diese tolle Geschichte gefreut. Es ist mein erstes Buch von Jane Austen und es wird sicherlich nicht das letzte bleiben. Auch hierzu wird noch eine Rezension mit meiner ausführlichen Meinung folgen.

Neri´s Lesemonat

(1) Das erste Buch im Februar war Porträt einer Ehe von Robin Black. Entgegen vieler guter Meinungen, gefiel mir die Geschichte nicht all zu sehr. Viel zu wenig von dem, was der Klappentext verspricht, wird im Roman deutlich. Die Charaktere nervten mich eher und die Dramatik kam nie so recht zum Tragen. Nämlich die scheiternde Ehe zweier Menschen. Viel mehr verstrickt sich die Geschichte immer wieder in Nebensächlichkeiten. Gar nicht meins gewesen. Die Rezension dazu findet ihr auf dem Blog.

(2) Etwas enttäuscht war ich leider auch von dem Klassiker Die Glasglocke von Sylvia Plath. Das Buch erschien in den Sechzigerjahren und war der erste Roman von Plath. Sie war vorher für ihre Lyrik bekannt. Auch hier habe ich mich zu sehr vom Klappentext leiten lassen. Die Erzählungen waren mir zu rau. Die Suizidgedanken der Protagonistin wirkten auf mich verherrlichend und dadurch beängstigend. Das Buch löste in mir zu jeder Zeit Unbehagen aus. Der Roman gilt als Autobiografie. Die Autorin scheint ihr eigenes Leben zu beschreiben. Vier Wochen nach Erscheinen des Buches nahm sich Plath das Leben. Nichts für schwache Nerven! Ich habe das Buch hier rezensiert.

(3) Das dritte und letzte Buch für den Februar war Frau Einstein von Marie BenedictIch gehörte zu den glücklichen Gewinnern des Buches, welches bei Lovely Books verlost wurde. Die Geschichte selbst fand ich zunächst nicht all zu spannend, viel mehr die Tatsache, dass Einsteins erste Frau maßgeblich am Entstehen der Relativitätstheorie beteiligt war. Beim Lesen aber war ich beeindruckt von der jungen Mileva Maric, ihren Ambitionen, ihrem Geist, ihrem Charme und ihrer Liebenswürdigkeit. Gleichzeitig war ich tief traurig, ob dem Ausgang. Mehr findet ihr in der Rezension.


Ist ein Buch dabei, welches auch ihr im Februar gelesen habt? 

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Porträt einer Ehe

Viele Bücher, das erwähnte ich schon oft, finden den Weg zu mir auch und vor allem deshalb, weil mich ihr Cover beeindruckt, mir der Klappentext zusagt. Ich gebe wenig darauf, ob besagtes Buch gehyped oder von seinen Kritikern zerfleischt wird. Mir ist es wichtig, selbst einen unbeeinflussten Eindruck zu gewinnen. Gerade habe ich Porträt einer Ehe von Robin Black zu Ende gelesen und kann vorweg sagen, dass ich viel mehr erwartet habe.

Darum gehts

Augusta und Owen sind Ende vierzig und seit Jahren verheiratet. Um ihre Beziehung zu kitten und die schmerzliche Vergangenheit hinter sich zu lassen, ziehen die Großstädter aus Philadelphia aufs Land. Dort leben sie zunächst in einsamer Umgebung in einem Farmhaus. Nur umgeben von Natur und einem leerstehenden Nachbarhaus.

Spoilerfreie Rezension

Aufmerksam auf das Buch bin ich durch das Bloggerportal von Randomhouse geworden. Das Cover spricht für sich: Eine rote Blüte, umgeben von Rissen. Letztere stehen für die Ehe der Protagonisten Augusta und Owen.  Der Schreibstil sagte mir sofort zu. Black schreibt sehr einfühlsam, dennoch tough und ehrlich. Mir gefiel auch die psychologische Note.  Die vorsichtigen Formulierungen, welche die Risse in der Ehe von Augusta und Owen beschreiben, scheinen den Leser schonen zu wollen. Die Figuren werden jedoch nur unzulänglich gezeichnet. Owen blieb mir bis zum Ende ein kleines Rätsel. Mir war lange nicht ganz klar, was genau denn nun „den Riss“ verursacht hat. Denn obwohl sehr schnell zur Sprache kommt, das Augusta Owen betrogen hat, liegt dieser Vertrauensbruch Jahre zurück und beide scheinen noch immer verliebt und wieder glücklich.

Die Idylle, in der das Ehepaar gegenwärtig lebt, wird durch die neue Nachbarin Allison zunächst nicht getrübt. Die beiden Frauen freunden sich an, verbringen viel Zeit miteinander und laden sich gegenseitig zum Essen ein. Owen ist meist dabei. Die Figur der Allison nervte mich schon nach kurzer Zeit und mir war nicht klar, welche Rolle sie in den Geschehnissen spielen sollte. Auch ihre Vergangenheit wird für meine Begriffe viel zu sehr ausgeschmückt und bekommt eine Wichtigkeit, die sie nicht verdient.

Die eigentliche Veränderung wird durch die Tochter von Allison herbeigeführt. Die zweiundzwanzigjährige verliebt sich in Owen. Getragen wird die Story weiterhin hauptsächlich von den vermeintlichen Eheproblemen des Paares, die für meinen Geschmack zu stark erscheinen. Die Verletzungen durch die Affäre von Augusta konnte ich als Leserin wahrnehmen, eine zerrüttete Ehe, konnte ich jedoch zu keiner Zeit erkennen.

Der Tod der Schwester von Augusta und der schlechte Gesundheitszustand ihres Vaters kommen immer wieder zur Sprache, spielen für den Handlungsverlauf aber keine entscheidende Rolle. Die Unzufriedenheit Owens bezüglich seiner stagnierenden Schriftstellerkarriere, ging mir zunehmen auf den Geist.

Zitate aus dem Buch

„In einer Ehe laufen oft zwei Gespräche nebeneinander ab. Das, das man gerade führt, und das, das man gerade nicht führt. Manchmal weiß man nicht einmal, wann dieses zweite, stillschweigende, begonnen hat.“

„Was nutzte es, sich Sorgen zu machen, wenn man nie wissen konnte, welche Kugel auf das eigene Herz gerichtet war?“

„Wir sind eine Lebensaufgabe, nicht wahr?“

Fazit

Schlussendlich war ich froh, dass das Buch endete.  Mir erschloss sich nicht genau, wohin die Autorin den Leser führen wollte. Die Idee ist interessant, die Umsetzung verliert sich zu sehr in Nebensächlichkeiten und das Ende ist vorhersehbar und absurd.

Rund ums Buch

Porträt einer Ehe • Robin Black • btb • Originaltitel: Forgiving • 2018 • Übersetzerin: Brigitte Heinrich • 320 Seiten • Paperback • ISBN: 978-3-44271-589-3 • Preis: €10.00€ • Buch kaufen


Für das Rezensionsexemplar bedanke ich mich beim btb-Verlag. 
„Porträt einer Ehe“ konnte mich nicht überzeugen. Habt ihr es gelesen und wie gefiel es euch?

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