Jasmin Arensmeier

Gestalte dein Journal mit der Bullet-Methode

Ich finde immer mehr Gefallen an der kreativen Gestaltung von Notizbüchern und Kalendern, also so genannten Bullet-Journals. Zudem habe ich vor einigen Jahren meine Liebe fürs Handlettering entdeckt und da schon einiges an hilfreichen Büchern gesammelt.  Beides sind wunderbare Möglichkeiten kreativ zu sein und lassen sich zudem wunderbar kombinieren. Mit Gestalte Dein Journal mit der Bullet-Methode aus dem Südwest-Verlag ist nun ein weiterer Guide für individuelle Gestaltung in meinem Bücherregal eingezogen. 

Darum gehts

Fertig gestaltete Kalender bieten eine einfache Lösung, seine Termine zu planen, sind aber nur wenig individuell, absolut unflexibel und auf keinen Fall kreativ. Da hilft nur, selbst zum Stift zu greifen und einen Planer ganz nach den eigenen Bedürfnissen anzulegen. Journaling heißt diese sensationelle Methode: Damit hat man nicht nur alle Termine und To-dos im Blick, sondern hält auch Gedanken und Ideen fest. So werden aus Tagträumen und guten Vorsätzen ganz einfach konkrete Ziele, die man Schritt für Schritt in die Tat umsetzt – sei es eine gesündere Ernährung, die Karriereplanung oder das große und kleine Glück zu finden. Dieses Buch zeigt mit inspirierenden Bildern, wie man das zauberhafte Journal aufsetzt und seinen eigenen Stil findet, welche Themenseiten interessant sind und welche Gestaltungsmöglichkeiten einen wunderschönen, persönlichen Begleiter entstehen lassen. (Quelle: Randomhouse)

Rezension

Mit dem Bullet-Journaling befasse ich mich, im Gegensatz zum Handlettering, erst seit kurzer Zeit. Demzufolge bin ich noch blutige Anfängerin. Da kam mir dieser hilfreiche und sehr informative Anleiter von Jasmin Arensmeier gerade recht. Um überhaupt erst einmal durchzublicken, welche zahlreichen Möglichkeiten ein Bullet-Journal bietet und was die unzähligen Begrifflichkeiten bedeuten, bietet dieses  Buch eine große Unterstützung für Anfänger in diesem Bereich.

Von den Anfängen bis hin zu fertig gestellten Kalendern erfährt man hier alles, was man wissen muss. Besonders die tollen Farbfotos finde ich sehr ansprechend. Sie sind inspirierend und sehr ansehnlich arrangiert. Beim Anblick möchte man sofort loslegen, sich die Stifte schnappen und das Buch aufschlagen. Leider bin ich oft zu perfektionistisch, verliere aber beim Arbeiten selbst dann die Motivation. Arensmeier beschreibt Schritt für Schritt und erklärt, wie kreativ und individuell sich mit der Bullet-Methode arbeiten lässt.

Fazit

Wenn ihr gerne kreativ seid und Neues lernt und euch zudem für Journaling begeistern könnt, dann ist das Buch sicher etwas für euch. Es ist außerdem nicht nur für Anfänger, sondern durchaus für Fortgeschrittene geeignet, die auf der Suche nach neuer Inspiration sind.

Rund ums Buch

Gestalte Dein Journal mit der Bullet Methode • Jasmin Arensmeier • Südwest • 2018 • 192 Seiten (ca. 80 Farbfotos) • Paperback Flexobruschur • ISBN: 978-3-517-09684-1 • Preis: €15.00 • Buch kaufen


Für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars danke ich dem Südwest-Verlag.
Arbeitet ihr mit einem Bullet-Journal?

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Sophie Kinsella

Muss es denn gleich für immer sein?

Ich gehöre wohl zu den wenigen Leserinnen, welche die Romane von Sophie Kinsella noch nicht kennen. Ich weiß zwar, dass sie sehr beliebt sind und vielen Frauen Tränen in die Augen treiben (vor Freude und aus Traurigkeit gleichermaßen), jedoch hat mich bisher keines ihrer Bücher wirklich ernsthaft neugierig gemacht. Ich wollte ihr dennoch unbedingt (endlich) eine Chance geben und habe mich so an ihr neuestes Werk Muss es denn gleich für immer sein herangewagt.

Darum gehts

Sylvie ist seit zehn Jahren mit ihrem Partner Dan zusammen und hat mit ihm die Zwillinge Tessa und Anna. Sie leben gemeinsam in London in einem Haus und führen eine glückliche Ehe. Der jährliche Check-Up bei ihrem Hausarzt prognostiziert beiden ein langes, gesundes Leben. Eigentlich könnte es kaum eine schönere Nachricht geben. Aber weit gefehlt. Die Vorstellung, das Sylvie und Dan weitere achtundsechzig Jahre miteinander verbringen „müssen“ macht beiden Angst. Ist das nicht tierisch langweilig? Die beiden beginnen, den anderen zu überraschen, um die Ehe aufregend zu gestalten. Das ist jedoch gar nicht so leicht.

Spoilerfreie Rezension

Die ersten Seiten des Romans ließen sich flüssig und leicht lesen. Ich kam sofort in die Geschichte rein. Ich konnte mir auch vorstellen, weshalb so viele Frauen von Kinsella begeistert sind. Sie schreibt mit sehr viel Witz und ich musste oft schmunzeln ob der lustigen Formulierungen und Dialoge. Mir wurde dennoch schnell klar, dass ich für witzige Liebesgeschichten nicht ganz gemacht bin. Komödien sind einfach nicht mein Ding. Das ist auch bei Filmen so. Ich wollte das Buch aber nicht vorzeitige beenden und natürlich auch wissen, wie es weitergeht.

Sylvie ist ein sehr sympathischer Charakter und macht es einem leicht, sie zu mögen. Die Handlung ist amüsant und wirklich sehr witzig beschrieben. Für meinen Geschmack hätte die Geschichte wesentlich kürzer sein können. Ich denke aber, dass das einfach daran liegt, dass es nicht ganz mein Genre ist. Kinsella zeichnet sich schließlich besonders durch den schlagfertigen Humor aus ihrer Protagonistinnen aus. Das Cover ist wunderschön anzusehen und gefiel mir auf den ersten Blick. Es ist so hübsch blumig und feminin.

Das Ende bietet noch einmal reichlich Spannung, die mir aber insgesamt etwas zu kurz kam. Da es sich um einen witzigen Frauenroman handelt, habe ich damit aber auch gar nicht unbedingt gerechnet. Ab der Mitte des Buches fiel es mir immer schwerer, weiter zu lesen. Ich habe mir mit dem Buch notgedrungen viel Zeit gelassen.  Die Motivation weiterlesen zu wollen war einfach nicht groß genug. Dafür fehlte mir einfach das besondere Etwas.

Zitate aus dem Buch

„Ich glaube, eine Beziehung ist wie zwei Geschichten…wie zwei offene Bücher, die zusammengepresst werden, sodass sich alle Wörter zu einer einzigen, epischen Geschichte vermischen. Wenn sie aufhören sich zu vermischen…dann werden sie wieder zu zwei Geschichten. Und da ist es dann vorbei.“

„Ich dachte immer, unsere Ehe sei eine feste Größe, sicher und solide, mit dem einen oder anderen Knackpunkt. Aber sind diese Knackpunkte schlimmer als gedacht? Sind es Gräben? Und wenn es so ist, wieso kann ich sie dann nicht sehen?“

„Wenn Liebe einfach ist, macht man irgendwas falsch.“

„Und die Kränkung legt sich über mich wie eine erstickende Decke. Es ist so schäbig. So durchschaubar. Mein Mann fährt zu seiner Geliebten und lässt mich mit den Kindern allein. Da gibt es nichts zu beschönigen. Ich dachte, wir wären anders. Besonders. Aber unsere Ehe ist genauso langweilig und kaputt wie alle anderen in Südwest-London.“

Fazit

Sophie Kinsella konnte mich leider nicht vollends überzeugen. Sie schreibt mit viel Witz und Charme, ohne Frage. Dennoch kamen Spannung und Emotionen bei mir zu kurz. Für echte Kinsella-Fans ist ihr neues Buch aber sicher genau das Richtige.

Rund ums Buch

Muss es denn gleich für immer sein? • Sophie Kinsella • Originaltitel: Surprise Me • Goldmann • Originalverlag: Bantam Press • 2018 • Übersetzer: Jörn Ingwersen • 480 Seiten • Taschenbuch • ISBN: 978-3-442-48776-9 • Preis: €9.99 • Buch kaufen


Ich danke dem Goldmann-Verlag für das Rezensionsexemplar.
Gibt es unter euch eingefleischte Kinsella-Fans?

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Rebecca Andel

Feder und Klinge

Feder und Klinge – dieses Buch hat mich verrückt werden lassen. Ich wusste zwischenzeitlich nicht, ob ich es gut oder schlecht finden sollte und habe sogar darüber nachgedacht, es vorzeitig abzubrechen.

Darum gehts

Er wird 023 genannt und kann sich auch selber nicht an seinen Namen erinnern. Er befindet sich mit anderen Kindern und Jugendlichen an einem Ort und weiß nicht genau warum. Früher hieß er Raban und die einzige, die alles über ihn weiß ist Ariane. Sie weiß alles über ihn, weil sie ihn erfunden hat. Raban ist eine Figur in seinem Roman und sie hat sich in ihn verliebt. Doch richtig verrückt wird es erst, als sie ihrer Romanfigur gegenübersteht.

Spoilerfreie Rezension

Nach dem Klappentext musste ich das Buch einfach lesen. Ich habe dabei mit etwas Mystischem und mit einer süßen Liebesgeschichte gerechnet. Ich habe gedacht, dass es dem Buch Mein Herz zwischen den Zeilen von Jodi Picoult ähneln könnte, doch es kam völlig anders als von mir erwartet.

Das Buch beginnt mit dem Einstieg in die Geschichte von Raban, bzw. Nummer 023. Er ist mit anderen seines Alters an einem Ort, an welchem sie herauszufinden versuchen, was für übernatürliche Kräfte die Kinder und Jugendlichen besitzen. Vom Unsichtbar machen bis zum Gedankenlesen ist hier alles vertreten und erinnert ein wenig an die Mutanten aus X-Men. Die Geschichte hatte mich dennoch direkt gefesselt, auch wenn der Schreibstiel dabei sehr einfach und ohne besondere Ausdrücke war. Dies lag jedoch daran, dass diese von der Protagonistin selber verfasst wurde.

Nach ihrem Buchkapitel zu Raban ändert sich die Schriftart jedoch und die Geschichte von Ariane beginnt. Man muss dazu sagen, dass sich mit dem Wechsel der Geschichte, auch die Art des Schreibens verändert. Die Autorin schreibt anspruchsvoller und wortgewandter.Durch die ständigen Wandel der Geschichten wird es für den Leser kein bisschen langweilig und ich war begeistert von der Idee.

Schade fand ich jedoch, dass man schon aus dem Klappentext wusste, dass Ariane und Raban aufeinandertreffen werden und ich muss sagen, dass ich die Geschichte ab diesem Moment auch nicht mehr so gut fand. Es wurde immer überspitzter und dadurch, dass Ariane in verschiedenen Gesprächen immer mal wieder Handlungen aus ihrem Roman mit Raban vorwegnahm, wurde auch die Spannung gedrückt. Ich habe einfach etwas anderes erwartet und war mit der Änderung der Geschichte teilweise überfordert. Ich hatte das Gefühl, dass die Autorin über ein tierfgründiges und ernstes Thema schreiben wollte, doch fand die ihre Charaktere dazu einfach zu flach.

Natürlich finde ich zwar nach wie vor die Idee, dass alles, was in dem Buch geschieht, nur auf Arianes Fantasie zurückzuführen ist und die Grenze zwischen Zufall und Schicksal verschwimmt sehr spannend, doch ist mir die Geschichte nicht rund genug. Das Ende und der dazugehörige Plottwist war überhastet und auch die Auseinandersetzung mit den ersten psychischen Problemen von Airane, habe ich für zu unbedacht empfunden.

Fazit

Eine schöne Idee, welche meiner Meinung nach jedoch nicht gut genug durchdacht und umgesetzt wurde.

Rund ums Buch

Feder und Klinge • Rebecca Andel • Ueberreuter • 2018 • 416 Seiten • eBook • ISBN: 978-3-7641-9221-1 • Preis: €14.99 • Buch kaufen


Mein Dank für das Rezensionsexemplar geht an Ueberreuter.
Wer von euch hat Feder und Klinge gelesen und was könnt ihr berichten?

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