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Tracy Banghart

Tracy Banghart

Iron Flowers

Ich habe Iron Flowers beim Fischer-Verlag angefragt, weil sich der Klappentext so gut anhörte. Doch leider bin ich enttäuscht worden. Die Idee des Buches ist gut, die Thematik ist noch immer aktuell und zudem durchaus spannend. Zu Beginn findet man eine Widmung, die sich an alle Frauen richtet, die unterdrückt werden.

Darum gehts

Die Geschichte handelt von zwei Schwestern, für die ein neues Leben beginnen soll. Sie leben in einer Welt, in der es normal ist, das Frauen keine Rechte, keine Stimme und keinen Wert haben. Ausgewählte Frauen dürfen ins Schloss ziehen und dort als Grace für den Regenten dienen. Damit sind sie quasi deren Puppen, dienen der Unterhaltung und sorgen nebenbei für Nachwuchs. Es werden immer mehrere Graces ausgewählt und anfangs vermutete ich schon eine neue Inszenierung von der Buchreihe Selection. Doch dann führte eines zum anderen, die Schwestern werden getrennt und die eigentliche Geschichte beginnt.

Spoilerfreie Rezension

Die beiden jungen Frauen könnten unterschiedlicher nicht sein. Die eine ist für das Leben der Grace ausgebildet worden, beugt sich und weiß, wie sich eine Frau in ihrer Welt zu verhalten hat. Die andere ist das genaue Gegenteil. Sie ist nicht auf den Mund gefallen, sagt was sie denkt und bringt damit nicht nur sich selbst in große Gefahr.

Diese Charaktereigenschaften fand ich zunächst wirklich spannend. Gerade bei der abwechselnden Erzählung der beiden Schwestern blieb es spannend und man konnte beide Perspektiven gut verstehen. Doch schon nach wenigen Seiten haben die Schwestern ihre Charakterzüge getauscht und die, die sich eigentlich weiter auflehnen sollte wurde still und kleinlaut. Ich fand, dass der Tausch der Geschichte nicht gut getan hat. Es hat häufig dazu geführt, dass ich die Protagonistinnen nicht mehr verstehen konnte und sie mir teilweise sogar unsympathisch wurden. Auch die anbahnende Liebesgeschichte von beiden war mir zu viel. Dafür, dass Frauen so schlecht behandelt wurden, fassten mir beide viel zu schnell Vertrauen zum anderen Geschlecht und auch der daraus profitierende Plot Twist war vorherzusehen.

Gut fand ich, dass die Geschichte nicht ausschließlich im Schloss handelt. Sie wurde aufgespalten und findet abwechselnd an zwei Orten statt. Nämlich dort, wo sich die beiden Schwestern aufhalten.  Der Schreibstil von Tracy Banghart war mir teilweise zu salopp und hätte an einigen Stellen weiter ausgeführt werden können.

Zitate aus dem Buch

„Nomi schluckte Schwer. Festlichkeiten einen Hauch von Eleganz zu verleihen war nicht die einzige Aufgabe einer Grace. Von ihnen wurde auch erwartet, dem Thronfolger privat zu Willen zu sein.“

Fazit

Ich bin trotz allem dem gespannt, wie es im zweiten Teil weitergeht, da ich glaube, dass die Autorin hier die Möglichkeit hat, eine tolle Fortsetzung zu schreiben.

Rund ums Buch

Iron Flowers – Die Rebellinnen • Tracy Banghart • Übersetzerin: Anna Julia Strüh • Sauerländer • 2018 • 384 Seiten • Hardcover mit Schutzumschlag • ISBN: 978-373735-542-8 • Preis: €16.99 • Buch kaufen


Ich danke dem Sauerländer / S.Fischer-Verlag für das Rezensionsexemplar.
Habt ihr Iron Flowers gelesen und könnt anderes berichten?

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