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Stefanie Gregg

Stefanie Gregg

Mein schlimmster schönster Sommer

Das Cover und der Titel von Mein schlimmster schönster Sommer haben mich sofort neugierig gemacht und nachdem ich den Klappentext gelesen hatte war klar, dass ich das Buch lesen möchte. Der farbige Umschlag und die auf dem Cover befindlichen Motive wirken sehr ansprechend und lebensfroh. Sie verraten, wer oder was mir als Leser im Buch begegnen wird. Von der Autorin hatte ich bis dato nichts nichts gehört. Das machte mich aber besonders neugierig.

Darum gehts

Isabel ist todkrank. Als sie aus dem Krankenhaus entlassen wird, ist sie zum ersten Mal in ihrem Leben spontan. Sie kauft sich einen VW-Bus und fährt los. Auf ihrer Reise begegnet sie prägenden Menschen, die ihr neues Leben nachhaltig verändern.

Spoilerfreie Rezension

Der Schreibstil liest sich flüssig und leicht. Schon ab der ersten Seite war mir klar, was mich ungefähr erwarten würde. Diesbezüglich wurde ich nicht enttäuscht. Normalerweise lese ich Geschichten, in denen es um den bevorstehenden Tod eines Menschen geht, recht ungern. Dieses Buch aber versprach Lebensfreude pur und die ganz große Liebe. Diese Aspekte haben es mir dann leicht gemacht, das Buch weiterlesen zu wollen. Ich erhoffte mir wenig Kitsch und eine abenteuerlustige Reise auf dem Weg zum eigenen Ich.

Die Story beginnt amüsant und witzig. Die Charaktere werden anfangs nur kurz vorgestellt, was mir zu dem Zeitpunkt auch genügte. Sehr schnell allerdings wird klar, dass ich mich mit Rasso und Isabel nicht identifizieren kann. Die Fahrt im VW-Bus hält zwar viel Aufregung und einige Abenteuer für die beiden Protagonisten bereit, jedoch wirken diese Ereignisse zu großen Teilen absurd und wenig glaubwürdig. Fantasiereiche Darstellungen der Erlebnisse allein wären sicher nicht verkehrt gewesen, sofern diese beim Lesen Spass bringen und sich ein roter Faden zeigt. Durch die etwas zu abenteuerlichen Geschehnisse war mir vieles aber einfach viel zu langatmig.

Rasso erschien mir zunächst sympathisch, ziemlich schnell aber war ich gelangweilt von seinen Geschichten. Was mir leider auch sehr negativ auffiel, war das Verhalten der Hauptprotagonistin. Denn obwohl sie vor ihrer Krankheit eine erfolgreiche Geschäftsfrau war, wird sie oft etwas dümmlich dargestellt. Naiv und unwissend. Vieles ist ihr fremd, vieles weiß sie nicht, von dem ich behaupten würde, dass das bei einer gebildeten und im Leben stehenden Frau sehr unwahrscheinlich wäre. Auch haben mich ihre Handlungen und ihr Verhalten häufig genervt.

Das Ende, der Epilog hingegen ist sehr gelungen. Ich war wirklich gerührt und hatte Tränen in den Augen. Auch wenn es hier – soviel darf ich verraten – kein Happy End im eigentlichen Sinne gibt. Hier hat sich die Autorin selbst übertroffen, auch wenn vorhersehbar war, was geschehen würde.

Zitate aus dem Buch

„Ich war jedenfalls also ein Typ, der die Kraftraubenden um sich versammelte, die Komplizierten, die lieber von sich selbst reden, meistens jammern, die ihre Probleme vor sich hertragen wie Staatsfahnen.“

„Wir fuhren die breite Allee entlang, und ich spürte, wie diese Stadt einem Freiraum gab, Luft zum Atmen. Irgendwie fühlte ich mich seltsamerweise genau richtig hier.“

Fazit

Eine gut geschriebene, aufwühlende und häufig emotionale Geschichte mit minimalen Schwächen.

Rund ums Buch

Mein schlimmster schönster Sommer •  Stefanie Gregg • Aufbau Verlag • 2017 • 304 Seiten • Taschenbuch • ISBN: 978-3-7466-3321-3 • Preis: €9.99 • Buch kaufen


Ich danke dem Aufbau-Verlag für das Rezensionsexemplar.
Insgesamt konnte mich das Buch nicht überzeugen. Eine nette Lektüre, welche aber mit ihren Charakteren leider gar nicht überzeugen kann. Habt ihr das Buch gelesen?

 

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