Neal Shusterman

Gelesen | April 2018

Der Mai ist da. Wenn ich so in mein Bücherregal schaue und sehe, was ich in diesem Jahr bereits gelesen habe, erfüllt mich das schon mit etwas Stolz. Denn nachdem das Jahr lesetechnisch schleppend voran ging, habe ich mächtig aufholen können. Es gibt einfach so viele lesenswerte Bücher. 

Jenni´s Lesemonat

(1) Mein April begann mit dem vierten und letzten Teil der Seelenstern-Reihe Nebelstern von Susanne Ertl. Ich habe ja schon einige Bücher von ihr hier rezensiert und es wird auch noch eine Rezension zur Gesamtausgabe der Seelenstern-Reihe geben. Ich kann jedoch schon einmal verraten, dass mir der letzte Band wirklich gut gefallen hat! Diese Reihe wurde einfach mit jedem Teil besser und ich bin richtig traurig, dass sie nun vorbei ist.

(2) Das zweite Buch habe ich gelesen, weil ich an meiner Uni ein Seminar dazu besucht habe. Ich habe mich sehr auf Die Brüder Löwenherz von Astrid Lindgren gefreut, weil ich die Geschichten von Michel, Lotta und Pipi sehr liebe. Hier wurde ich jedoch von einer völlig anderen Geschichte überrascht, womit ich nicht gerechnet hätte. Trotzdem hat sie mir im Großen und Ganzen sehr gut gefallen, auch wenn ich mich mit dem Ende einfach nicht anfreunden kann.

(3) Das dritte Buch war auch mein Monatshighlight. Ich reden von Scythe von Neal Shusterman. Ich habe ihn bereits auf der Leipziger Buchmesse gesehen und musste mir nach dem ausführlichen Interview einfach das Buch holen. Eine ausführliche Rezension findet ihr hier.

(4) Das vierte Buch war der zweite Teil der Grimm-Chroniken von Maya Shepherd. Zu dem ersten Teil findet ihr hier eine Rezension von mir und auch zu diesem Teil wird eine folgen. Ich kann jedoch schon einmal verraten, dass mir der zweite Band nicht so gut gefallen hat, wie der erste. Jedoch finde ich die Geschichte der heutigen Schneewittchen unglaublich spannend und würde dazu gerne viel mehr erfahren. Teil drei steht auch schon in meinem Bücherregal bereit und wartet darauf, gelesen zu werden.

(5) Das fünfte und letzte Buch im April war Berühre mich. Nicht von Laura Kneidl. Dazu ist hier gerade eine Rezension erschien und ich kann euch alles das Buch nur ans Herz legen. Es hat mich positiv überrascht und ich bin sehr gespannt auf den zweiten Teil. Lauras Schreibstil ist so wundervoll und die Ausarbeitung ihrer Charaktere ist sehr gelungen!

Neri´s Lesemonat

(1) Begonnen habe ich den Monat April mit Eine Liebe, in Gedanken von Kristine Bilkau. Ich mochte die Geschichte sehr gerne. Die hauptsächliche Protagonistin Antonia und auch ihr Ehemann Edgar werden sehr klar und nachvollziehbar gezeichnet, auch wenn ich gerade Edgar nie ganz verstehen konnte. Am Ende blieb ich sehr nachdenklich zurück, kann das Buch aber wirklich jedem ans Herz legen. Die Seiten sind angenehm dick und der Schutzumschlag ist sehr hübsch gestaltet. Hier gehts zur Rezension.

(2) Buch Nummer zwei erinnerte mich direkt auch an das erste. Kranichland von Anja Baumheiher überzeugt mit Emotionen, Historik und jeder Menge Familiengeheimnissen. Hauptsächlich dreht sich die Handlung um die Familie Groen und deren Schicksal durch die Zeit in der DDR und damit verbundene Leiden und Entscheidungen, welche die Familie ein Leben lang begleiten. Der Debüt-Roman der Autorin konnte mich vollends überzeugen. Die Rezension gibts hier.

(3) Selten habe ich bisher ein Buch über die Liebe gelesen. Natürlich schon einige Male Romane, in denen die Liebe eine große Rolle spielte, aber keines, welches sich ausschließlich mit der Liebe befasst. In Michela MarzanoAlles, was ich über die Liebe weiß dreht sich alles um dir stärkste Emotion. Die Autorin berichtet von ihren eigenen Erfahrungen mit eben dieser in vergangenen Beziehungen und mit ihrem jetzigen Ehemann und lässt vor allem auch Wissenschaftler zu Wort kommen. Ein Muss! Hier lest ihr die Rezension.

(4) Nachdem ich New York zu verschenken ganz witzig fand, wollte ich auch 36 Fragen von Vicki Grant lesen. Ein Jugendbuch, indem zwei junge Menschen sich einem Experiment unterziehen, in welchem es darum geht, ob sich zwei Teilnehmer beim Beantworten der 36 Fragen ineinander verlieben können. Das Buch konnte mich nicht überzeugen. Mir fehlte das gewisse Etwas. Cleverness, Spannung und Witz waren leider wenig vorhanden. Die ganze Rezension gibts hier.

(5) Goodbye Beziehungsstress von Elena-Katharina Sohn war für mich eine der größten Enttäuschungen seit einiger Zeit. Ich habe das Buch aus reinem Interesse gelesen, nicht weil ich selbst gerade akut betroffen bin. Aber natürlich kenne ich Liebeskummer, Probleme in Beziehungen und im Umgang miteinander. Ich habe mir neue Sichtweisen erhofft und war wirklich gespannt, wie ein Profi an Stress in der Beziehung vorgeht. Leider gefiel mir die Schreibweise ganz und gar nicht. Ich fühlte mich als Leser nicht ernst genommen und meist als stark beschränkt wahrgenommen. Keine Empfehlung.


Was gab es bei euch im April zu lesen?

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Scythe – Hüter des Todes

Ich habe den Autor Neal Shusterman auf der Buchmesse in Leipzig getroffen. Dort hat er ein Interview gegeben und über diese Reihe gesprochen. Ich konnte nicht anders, als es mir zu kaufen. Die Thematik ist neu und fesselnd geschrieben. Ich konnte nicht aufhören, mich mit dem Buch zu befassen und musste allen um mir herum davon erzählen. 

Darum gehts

Eine Welt ohne Tod, Verbrechen und Naturkatastrophen. Die Menschen sind nahezu unsterblich und leben in einer perfekten Welt. Alles, was es über die Welt zu wissen gab, wurde herausgefunden. Das einzige, was den Frieden unterbricht sind die Scythe. Sie entscheiden, wer lange genug gelebt hat und beenden es. Ihre Aufgabe ist wichtig, doch ist es wirklich so einfach über Leben und Tod zu entscheiden?Citra und Rowan werden Lehrlinge der Scythe, doch wie soll man Lernen über Schicksale zu entscheiden?

Spoilerfreie Rezension

Ich finde die Vorstellung, dass die Menschheit unsterblich ist, ziemlich beängstigend. Noch mehr jedoch, dass es keine Regierung mehr gibt und alles von einem großen Computer entschieden wird. Alles, außer dem Tod. Citra und Rowen werden als Lehrlinge von Scythe Faraday ausgewählt und sollen von ihm alles über das töten, bzw. dem Nachlesen, wie es im Buch genannt wird, lernen. Citra und Rowen sind völlig unterschiedliche Charaktere, doch harmonieren sie perfekt miteinander. Ich kann mich noch immer nicht entscheiden, wen ich lieber mag und konnte beide immer gut verstehen.

Gelungen waren die vielen Geschichten von anderen Scythe, die mit Hilfe von Tagebucheinträgen immer wieder aufgegriffen wurden. Ich fand es immer spannend, zu lesen, wie unterschiedlich auch die Scythe sind und was sie so verschieden gemacht hat. Ich möchte gar nicht zu viel verraten, kann aber sagen, dass ich mich sehr auf den nächsten Teil freue, der zum Glück schon erschien ist und auch hier auf mich wartet.

Zitat aus dem Buch

„Du schaust hinter die Fassaden der Welt, Citra Terranova. Du würdest eine gute Scythe abgeben.“ Citra wich entsetzt zurück. „Das würde ich nie sein wollen.“ „Das“, sagte er, „ist die wichtigste Voraussetzung.“

Fazit

Dieses Buch hat mich zum Nachdenken gebracht und ich denke immer noch darüber nach. Es steht viel zwischen den Zeilen geschrieben, befasst sich nicht nur mit dem Tod, sondern auch der Politik und dem Verhalten der Menschen. Ich finde diese Welt gar nicht sehr weit hergeholt und sogar meine Meinung von dem großen Computer, der nun die Regierung bildet, hat sich um Laufe des Buches verändert. Eine absolute Leseempfehlung!

Rund ums Buch

Scythe – Die Hüter des Todes • Neal Shusterman • Übersetzer: Pauline Kurbasik & Kristian Lutze • Sauerländer • 2017 • 513 Seiten • Paperback • ISBN: 978-3-7373-5506-3 • Preis: €19.99 • Buch kaufen


Habt ihr das Buch bereits gelesen?