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Elizabeth Enfield

Elizabeth Enfield

Ivy & Abe

Von Ivy und Abe hatte ich schon so viel gelesen, vor allem auf anderen literarischen Blogs. Die Rezensionen hatten meine Neugier sofort geweckt. Irgendwie erinnerte mich der Klappentext an den Roman Zwei an einem Tag von David Nicolls (Das Buch wurde mit Anne Hathaway und Jim Sturgess verfilmt). Allerdings war dieses Buch dann doch ganz anders. Aber auf andere Art einfach schön.

Darum gehts

Ivy und Abe sind zu Beginn des Buches jenseits der siebzig. Beide sind miteinander verheiratet und sie verbindet eine inne Liebe. Jedoch bleibt ihr Zusammensein nie frei von Schwierigkeiten. Im Verlaufe des Buches lernen sie sich auf die verschiedensten Weisen immer neu kennen. In immer anderen Lebensabschnitten. Am Ende des Buches sind sie wieder Kinder. Ein ganzes Leben sind Ivy und Abe füreinander bestimmt.

Spoilerfreie Rezension

Enfield gelingt es, die ganz große Liebe immer wieder neu zu schreiben. Ivy und Abe begegnen sich jedes Mal auf andere Weise. Und jedes Mal ist es leidenschaftlich, fesselnd und emotional. Mir wurde erst nach den ersten Seiten bewusst, dass die Geschichte rückwärts erzählt wird. Zu Beginn sind Ivy und Abe einundsiebzig. Am Ende sind sie zehn Jahre alt. Beide haben einige Schicksalsschläge hinter sich bringen müssen. In der Familie von Ivy gibt es einen Gen-Deffekt, bei welchem sich die Betroffenen einer tödlich endenden Krankheit stellen müssen.

Bei Abe hängt das Schicksal mit einem Lastwagen zusammen, welcher Heuballen verliert, die zu einem tragischen Unfall führen, welcher immer ein anderes Opfer fordert. Mir gefiel, dass die Autorin mit Wiederholungen spielt, die sich durch den gesamten Handlungsverlauf ziehen, obwohl es keine zusammen hängende Story gibt. Ivy und Abe treffen sich an den verschiedensten Orten, zu den unterschiedlichsten Zeiten und durchleben immer andere Lebenssituationen. Eines bleibt aber durchweg gleich: die starke Zuneigung zueinander. Die beiden sind füreinander bestimmt.

Zitate aus dem Buch

„Ich hatte mich Abe ganz und gar anvertraut. Ich hatte ihn auf eine Weise an mich heran gelassen wie noch nie jemanden zuvor.“

„Ich vermisste das Gefühl, einen anderen Menschen so gut zu kennen, dass sich seine Gegenwart eher wie eine Erweiterung des eigenen Ich´s anfühlte als wie ein neues Terrain, indem man seine Bereiche erst aushandeln musste.“

„Wenn wir zufällig jemandem begegnen, glauben wir gern, dass das Schicksal dabei die Finger im Spiel hat. Unser Leben ist von Zufällen bestimmt, aber uns gefällt die Vorstellung nicht, wir hätten dem Menschen, in den wir uns verliebt haben, ebenso gut auch niemals begegnen können.“

Fazit

Enfield ist es gelungen, jeder Begegnung von Ivy und Abe das gewisse Etwas zu verleihen, die richtige Würze. Ich war immer gefesselt und gespannt, wie es weitergehen würde und wurde bis zum Ende nicht enttäuscht. Auch der Prolog hat mir sehr gefallen, auch wenn er etwas vorhersehbar war. Die wichtigste Message der Geschichte ist wohl, dass das Leben immer was ganz anderes mit einem vor hat, als man ursprünglich glaubte. Frei nach John Lennon: „Leben ist das, was passiert, während du dabei bist, andere Pläne zu schmieden.“

Rund ums Buch

Ivy & Abe • Elizabeth Enfield • Diana • 2015 • 448 Seiten • Paperback • ISBN: 978-3-8371-3974-7 • Preis: €14.99€ • Buch kaufen


Ich danke dem Diana-Verlag für das Rezensionsexemplar.
Ivy und Abe hat mir sehr gefallen. Ging es euch genauso?

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