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Alice Adams

Alice Adams

Als wir unbesiegbar waren

Entdeckt habe ich das Buch zum ersten Mal auf dem Blog von der lieben Inga. Und sofort hat Als wir unbesiegbar waren mein Interesse geweckt. Das lag diesmal vor allem am Inhalt und der Rezension von Inga, der ich mich nach dem Lesen in vollem Umfang anschliessen kann. Das nehme ich deshalb direkt vorweg, weil es kaum Kritikpunkte von mir gibt.

Darum gehts

Im Mittelpunkt der Geschichte stehen die vier Freunde Eva, Benedict, Lucien und Sylvie, die sich seit Kindertagen kennen. Irgendwann verlieren sich die vier aus den Augen und jeder geht seinen Weg. Aber so richtig glücklich ist keiner von ihnen. Sie wollen zusammen noch so viel erleben.

Spoilerfreie Rezension

Die Autorin hat einen wunderbar emotionalen Schreibstil und schafft es so, ihren Figuren Leben einzuhauchen. Die Charaktere sind allesamt durchaus sympathisch, auch wenn ich mich nicht immer mit allen identifizieren konnte. Das Buch liest sich durchweg flüssig und es fiel mir schwer, dass Buch aus der Hand zu legen. Und selbst wenn ich es doch tun musste, war es angenehm leicht, wieder in das Leben der Clique einzutauchen.

Ein wenig hat mich das Buch an Zwei an einem Tag von Dave Nicolls erinnert. Das liegt wohl daran, dass es auch hier um eine große Zeitspanne geht, in welcher sich das Geschehene abspielt. Der Roman beginnt im Sommer 1995 und endet im August 2015. Zwanzig Jahre lang begleitet der Leser die vier Hauptcharaktere durch alle Höhen und Tiefen, die das Leben bereithält. Ich hatte stets das Gefühl, direkt dabei zu sein, teilzunehmen an der Freude und den Sorgen von Eva und Co.

Eva war mir zunächst die sympathischste aller Protagonisten. Ich mochte ihre natürliche, offene Art und ihre Leichtigkeit. Benedeit, welcher aus gutem Hause stammt, war für mich dagegen nicht so recht einzuschätzen. Die Geschwister Sylvie und Lucien fand ich weniger ansprechend. Aber auch diese Antipathie währte nur kurz. Adams erzählt die Geschichten der vier sehr detailliert und einfühlsam, sodass die Clique sehr menschlich erscheint.

Ich mag die Vielfältigkeit dieser Geschichte, die fantastisch umgesetzt wurde. Es wird nie langweilig, die Geschehnisse spielen hauptsächlich in London, die Autorin nimmt den Leser allerdings mit auf eine kleine Weltreise, denn im Laufe der Jahre machen einige der Charaktere Halt in anderen Ländern. Die Schauplätze werden sehr realistisch und nah geschildert, sodass ich mich oft an diese Orte versetzt fühlte.

Die Freunde sind füreinander da, entfernen sich voneinander, verlieren sich und finden wieder doch zusammen.  Mit großen Gefühlen wird nicht gespart. Es geht um traurige Kindheitserinnerungen, gescheiterte Beziehungen, bitteren Liebeskummer, die Suche nach dem eigenen Platz im Leben, berufliche Misserfolge, ungeplante Schwangerschaften und den Kontakt mit Drogen und Alkohol. Somit ist wohl eine ziemlich breite Palette sichtbar.

Zitate aus dem Buch

„Du weisst aber, dass London nicht genau so sein wird wie vorher, wenn du zurückgehst, oder? Wenn du an der Situation etwas ändern willst, musst du dich ändern, denn die Stadt, die Menschen, die haben sich nicht geändert.“

„Wenn man durch die Fenster all dieser Menschen blickte, sah man immer nur, was da war, nicht, was nicht da war. Was verloren war und was fehlte, konnte man nicht sehen, obwohl es so oft das Unverrückbare war, um das ein Leben kreiste.“

Fazit

Ein so schönes Buch, dass es mich richtig traurig machte, als ich die letzte Seite las und das Buch zuklappen musste. Alice Adams ist hier ein wundervoller Roman gelungen, der tolle Charaktere verspricht und mich beim Lesen oft glücklich zurückließ. Ich möchte euch Als wir unbesiegbar waren sehr gerne ans Herz legen.

Rund ums Buch

Als wir unbesiegbar waren • Alice Adams • Dumont • Originaltitel: Invincible Summer • Übersetzerin: Eva Kemper • 2017 • 336 Seiten • Hardcover • ISBN: 978-3-8321-9841-1 • Preis: €20.00 • Buch kaufen


Für das Rezensionsexemplar bedanke ich mich ganz herzlich beim Dumont-Verlag.
Ein wunderbares Buch, das mir vor allem wegen seiner authentischen Charaktere sehr gefallen hat.

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