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Jenni

Eva Völler

Zeitenzauber – die magische Gondel

Dieses Buch ist zwar schon etwas älter, doch bin ich unglaublich froh, es dennoch gelesen zu haben. Diese Geschichte ist einmalig. Ich habe gelacht, mitgelitten und war vollkommen gefesselt von die Erzählungen des altes Venedigs. Zeitenzauber von Eva Völler. 

Darum gehts

Anna verbringt ihre Sommerferien gemeinsam mit ihren Eltern in Venedig. Sie ist die meiste Zeit allein unterwegs und dabei fast schon gelangweilt. Dies ändert sich, als sie in eine rote Gondel steigt und in einer anderen Zeit wieder das Festland betritt.

Spoilerfreie Rezension

Die Geschichte ist nun schon sieben Jahre alt und ich kann nicht begreifen, warum ich es erst jetzt lese. Sie handelt von Anna und Sebastiano und spielt im Jahre 1499 in Venedig. Durch einen verrückten Zufall ist Anna, die eigentlich das Venedig im Jahre 2009 mit ihren Eltern besucht hat, durch die Zeit gereist. Es ist das erste Buch einer Trilogie, die mir bisher wirklich gut gefallen hat.

Das Venedig im 15. Jahrhundert wurde von Eva Völler so anschaulich beschrieben, das man selbst das Gefühl hat, dabei zu sein. Ich kann mir alles genau vorstellen, sogar die Gerüche werden von der Autorin beschrieben. Die Art, wie sie schreibt, fesselte mich von der ersten Seite an und es freute mich, das Anna und Sebastiano zu richtigen Freunden wurden.  Anna ist ein wundervoller Charakter, der stark und klug ist und dabei eine Menge Einfühlungsvermögen beweist. Auch Sebastiano ist mir sofort ans Herz gewachsen und ich kann verstehen, dass einige Personen im Buch ihm verfallen.

Zum Anfang hatte ich ein wenig Bedenken, dass diese Reihe zu sehr an die Edelsteintrilogie von Kerstin Gier erinnert, welche seit Jahren meine absolute Lieblingsreihe ist. Doch finde ist, dass dem dann gar nicht so war. Natürlich gibt es in beiden Reihen Zeitreisen. Dies ist aber auch schon die einzige Parallele. Die Gründe, warum Anna und Sebastiano im 15. Jahrhundert feststecken, sind viel weitreichender als bei Gwendolyn und Gideon aus der Edelsteintrilogie.

Dadurch, dass die Protagonisten keine Worte oder Gegenstände in der Vergangenheit benutzen oder aus der aktuellen Zeit mitbringen können, lernt man nebenbei noch eine Menge darüber, wie die Menschen in der damaligen Zeit sprachen und wie sie gelebt haben. Das Buch hat mich nicht nur einmal zum Lachen gebracht. Es ist mit so viel Witz und Charme geschrieben. Die Erwähnungen des Social-Media-Verhaltens im Jahr 2009 hat mich in Erinnerungen schwelgen lassen. Anna berichtet von MySpace, Schüler VZ und ihrem iPod.

Zitate aus dem Buch

„Es ist kein Traum. Und keine Wahnvorstellung. Es ist alles echt. Eine echte Welt. Die echte Vergangenheit. Und es führt kein Weg zurück, jedenfalls nicht für mich.“

„Was für ein verrückter Traum! Doch dann gingen meine Gedanken in die Vergangenheit, suchten und gruben und fanden. Ich hatte nicht geträumt. Es war wirklich passiert!“

Die Zeitenzauber Trilogie

Zeitenzauber – Die magische Gondel • Eva Völler • Baumhaus • 2011 • 333 Seiten • Taschenbuch • ISBN: 978-3-84321-070-6 • Preis: €8.00 • Buch kaufen

Zeitenzauber – Die goldene Brücke • Eva Völler • Baumhaus • 2015 • 319 Seiten • Taschenbuch • ISBN: 978-3-8432-1080-5 • Preis: €8.00 • Buch kaufen

Zeitenzauber – Das verborgene Tor • Eva Völler • Baumhaus • 2016 • 400 Seiten • Taschenbuch • ISBN: 978-3-8432-1089-8 • Preis: €8.00 • Buch kaufen

Fazit

Ich kann dieses Buch jedem ans Herz legen, der Lust auf eine charmante, romantische und spannende Zeitreise hat und dabei einen Blick in das alte Venedig werfen möchte.

Rund ums Buch

Zeitenzauber – Die magische Gondel • Eva Völler • Baumhaus • 2011 • 333 Seiten • Taschenbuch • ISBN: 978-3-84321-070-6 • Preis: €8.00 • Buch kaufen


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Gelesen

Halbjahresrückblick von Jenni

Die Hälfte des Jahres ist erreicht und wir finden, ihr solltet erfahren, welche Bücher wir bisher am besten fanden. Deshalb wird es einen getrennten Beitrag dazu von uns beiden geben. Ich habe 2018 bereits 24 Bücher gelesen und habe drei herausgesucht, die mir besonders gefallen haben. Zu zweien davon gibt es hier schon ausführliche Rezensionen und zum dritten Buch wird selbstverständlich noch eine folgen, trotzdem habe ich noch etwas zu den Büchern zu sagen. 

Das erste Buch ist Die Stille meiner Worte von Ava Reed. Ich habe es im März gelesen und es schwirrt noch immer in meinem Kopf herum. Gerade in den letzten Tagen, wo ich selbst einen Verlust zu verarbeiten habe, denke ich immer wieder an Hannah und kann ihren Schmerz verstehen. Natürlich ist kein Verlust so schlimm, wie der seine eigene Schwester oder die Tochter zu verlieren, doch ist Schmerz immer Schmerz und ich kann verstehen, wenn zu viel Schmerz dazu führt, seine Stimme zu verlieren.

Hannah hat nach einem Unfall ihre Zwillingsschwester verloren und damit auch ihre Stimme. Sie weiß nicht, wie sie sich ohne ihre Schwester ausdrücken und ihren Verlust verkraften soll. Dieses Buch erzählt eine Geschichte, die einem zum Nachdenken anregt und sogar ein bisschen helfen kann, über Probleme hinweg zu kommen. Begleitet wird die Protagonistin von tollen Freunden. Sowohl menschlich als auch tierisch sind sie perfekt besetzt und vor allem der kleine Mo erwärmt noch immer mein Herz.

Das zweite Buch ist Scythe – Die Hüter des Todes von Neal Shusterman. Dieses Buch ist zwar weniger herzerwärmend als das erste, doch denke ich auch über diese Geschichte noch immer nach.

Wer hat das Recht über Leben und Tod zu entscheiden, wenn es eigentlich keinen Tod mehr gibt. Noch dazu in einer Welt ohne Verbrechen, Regierung und Unwissenheit? Alle Fragen, die die Welt aufwarf wurden beantwortet, alle Krankheiten geheilt und die führenden Positionen durch eine Art Cloud ersetzt. Nur über den Tod dürfen ausgewählte Menschen entscheiden. Doch was ist, wenn man selber zu so einer Person werden soll? Wie soll man Grenzen setzen, um diese Entscheidungen treffen zu können und wer überprüft das?

Ich habe den zweiten Band zu dieser Reihe leider noch nicht gelesen, weil ich den dritten gerne im Anschluss lesen möchte. Deswegen warte ich noch, doch geht mir dieses Buch trotzdem nicht aus dem Kopf. Ich finde die Idee, die der Autor hatte brillant und konnte ihn in allen Punkten nachvollziehen. Man merkt die soziale Kritik, die Shusterman äußern möchte und beginnt selber darüber zu zweifeln, wo die Grenzen von Recht und Unrecht wirklich liegen. Dieses Buch ist kein typisches Jugendbuch und ich finde, dass es von viel mehr Menschen gelesen werden sollte.

Das dritte Buch habe ich im Juni gelesen und steht stellvertretend für die gesamte Trilogie, auch wenn ich den dritten Teil noch nicht beendet habe.

Eva Völlers Zeitenzauber-Trilogie ist zwar schon vier Jahre alt, doch bin ich erst vor kurzen darauf aufmerksam geworden. Grund dafür ist, dass sie eine zusätzliche Reihe geschrieben hat, die nach Zeitenzauber spielt. Ich habe mich direkt in die wunderschönen Cover verliebt und musste mir die Bücher einfach kaufen.

Zeitenzauber erinnert zuerst ein bisschen an die Edelsteintrilogie von Kerstin Gier, doch ist die Zeitreise das einzig vergleichbare. Hier können die Protagonisten nicht geplant in der Zeit umherspringen, sondern werden eingesetzt, um die Zeit so zu verändern, dass die Gegenwart sich so ergibt, wie wir sie heute kennen. Bei ihren Reisen in die Vergangenheit können sie keine Gegenstände transportieren und auch in der Sprechweise sind sie an das jeweilige Zeitalter gebunden. Ich bin beeindruckt von dieser Reihe.

Eva Völler schreibt so wunderschön und ausführlich, so dass man das Gefühl hat, selber dabei zu sein. Ich liebe ihre Ausdrucksweise und verliere mich richtig in die Geschichten. Ich gebe zu, dass ich aktuell ein wenig süchtig danach bin und bin froh, dass ich Anna und Sebastiano dankt der Time School Reihe noch nicht auf Wiedersehen sagen muss.


Das sind meine drei Highlights der ersten Jahreshälfte und ich möchte hiermit für jedes der Bücher eine dicke Leseempfehlung aussprechen! Denn Rückblick von Neri könnt ihr hier in den nächsten Tagen lesen.
Welche Bücher haben euch die ersten sechs Monate des Jahres 2018 am Meisten bewegt?MerkenMerken
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Mona Kasten

Save You

Auch ich bin dem Hype nachgekommen und habe den zweiten Teil der Maxton-Hall-Reihe gelesen, jedoch bin ich leider enttäuscht worden. Ich habe schon einige schlechtere Rezensionen zu diesem Buch gelesen, konnte diese aber einfach nicht glauben. Wie konnte der zweite Band nach dem tollen Auftakt enttäuschen?

Darum gehts

Nach dem harten und herzzerreißenden Ende von Save Me ist Ruby am Boden zerstört. Sie liebte James, doch wie konnte er nur sowas machen? Um mit der Situation zurecht zu kommen vergräbt sich Ruby wieder in ihr Schulleben und versucht, alles andere auszublenden. James und Lydia versuchen währenddessen mit ihren eigenen Problemen fertig zu werden und Ember gibt ihr Bestes, um ihrer Schwester zur Seite zu stehen.

Spoilerfreie Rezension

Zunächst zum Aufbau des Buches. Save You wird, anders als der erste Band, aus vier Sichtweisen Erzählt. Zu Ruby und James kommen noch Lydia und Ember hinzu. Diese Änderung fand ich sehr gelungen. Es hat Spaß gemacht, mehr von den anderen Charakteren zu erfahren und sie noch besser kennen zu lernen. Besonders, nachdem mich das Verhalten von Ruby und James fast in den Wahnsinn getrieben hat, fand ich es angenehm, von den anderen beiden zu lesen.

Ruby ist in diesem Teil irgendwie verändert. Sie ist nicht mehr die Starke und Selbstbewusste Person, wie ich sie aus Save Me kannte. Sie ist weinerlich, zieht sich zurück und nicht nur einmal konnte ich sie einfach nicht verstehen. James hingegen hat gelernt zu kämpfen und das macht er auch. Auch wenn ihm alles Mögliche in den Weg gestellt wird, beißt er sich durch und versucht zu retten, was noch zu retten ist. Das fand ich zwar gut und richtig, jedoch auch vorhersehbar und langatmig.

Ich weiß nicht, ob ich die Story von Lydia und Ember so spannend fand, weil sie neu war, doch war das eine wirklich nette Abwechslung. Toll – und das muss ich nochmal betonen war die Art wie Mona schreibt. Sie weiß wie es richtig geht. Hier hat die Qualität in keiner Weise nachgelassen und so ließ sich das Buch auch schnell weglesen.

Zitate aus dem Buch

„Du hast mir das verdammt Herz rausgerissen. Und ich hasse dich dafür. Aber ich liebe dich auch, und das macht das Ganze so viel schwerer.“

„Wenn es ihm schlecht geht, kann ich stark sein. Wenn er ruhig ist, macht es mich nervös. Ist das das, was alle mit „sich ergänzen“ meinen? Oder bringen wir uns gegenseitig aus dem Gleichgewicht?“

Fazit

Abschließend muss ich sagen, dass mir die Geschichte einfach nicht gereicht hat. Die Handlung war mir zu platt, viele Seiten hätten nicht sein müssen und ich kann mir vorstellen, dass eine Dilogie gereicht hätte.

Rund ums Buch

Save You • Mona Kasten • LYX • 2018 • 385 Seiten • Paperback • ISBN: 978-373-630624-0 • Preis: €12.90 • Buch kaufen


Ich bedanke mich bei dem LYX-Verlag für das Rezensionsexemplar.
Kennt ihr „Save Me“ und „Save You“?

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