Gelesen

Halbjahresrückblick von Jenni

Die Hälfte des Jahres ist erreicht und wir finden, ihr solltet erfahren, welche Bücher wir bisher am besten fanden. Deshalb wird es einen getrennten Beitrag dazu von uns beiden geben. Ich habe 2018 bereits 24 Bücher gelesen und habe drei herausgesucht, die mir besonders gefallen haben. Zu zweien davon gibt es hier schon ausführliche Rezensionen und zum dritten Buch wird selbstverständlich noch eine folgen, trotzdem habe ich noch etwas zu den Büchern zu sagen. 

Das erste Buch ist Die Stille meiner Worte von Ava Reed. Ich habe es im März gelesen und es schwirrt noch immer in meinem Kopf herum. Gerade in den letzten Tagen, wo ich selbst einen Verlust zu verarbeiten habe, denke ich immer wieder an Hannah und kann ihren Schmerz verstehen. Natürlich ist kein Verlust so schlimm, wie der seine eigene Schwester oder die Tochter zu verlieren, doch ist Schmerz immer Schmerz und ich kann verstehen, wenn zu viel Schmerz dazu führt, seine Stimme zu verlieren.

Hannah hat nach einem Unfall ihre Zwillingsschwester verloren und damit auch ihre Stimme. Sie weiß nicht, wie sie sich ohne ihre Schwester ausdrücken und ihren Verlust verkraften soll. Dieses Buch erzählt eine Geschichte, die einem zum Nachdenken anregt und sogar ein bisschen helfen kann, über Probleme hinweg zu kommen. Begleitet wird die Protagonistin von tollen Freunden. Sowohl menschlich als auch tierisch sind sie perfekt besetzt und vor allem der kleine Mo erwärmt noch immer mein Herz.

Das zweite Buch ist Scythe – Die Hüter des Todes von Neal Shusterman. Dieses Buch ist zwar weniger herzerwärmend als das erste, doch denke ich auch über diese Geschichte noch immer nach.

Wer hat das Recht über Leben und Tod zu entscheiden, wenn es eigentlich keinen Tod mehr gibt. Noch dazu in einer Welt ohne Verbrechen, Regierung und Unwissenheit? Alle Fragen, die die Welt aufwarf wurden beantwortet, alle Krankheiten geheilt und die führenden Positionen durch eine Art Cloud ersetzt. Nur über den Tod dürfen ausgewählte Menschen entscheiden. Doch was ist, wenn man selber zu so einer Person werden soll? Wie soll man Grenzen setzen, um diese Entscheidungen treffen zu können und wer überprüft das?

Ich habe den zweiten Band zu dieser Reihe leider noch nicht gelesen, weil ich den dritten gerne im Anschluss lesen möchte. Deswegen warte ich noch, doch geht mir dieses Buch trotzdem nicht aus dem Kopf. Ich finde die Idee, die der Autor hatte brillant und konnte ihn in allen Punkten nachvollziehen. Man merkt die soziale Kritik, die Shusterman äußern möchte und beginnt selber darüber zu zweifeln, wo die Grenzen von Recht und Unrecht wirklich liegen. Dieses Buch ist kein typisches Jugendbuch und ich finde, dass es von viel mehr Menschen gelesen werden sollte.

Das dritte Buch habe ich im Juni gelesen und steht stellvertretend für die gesamte Trilogie, auch wenn ich den dritten Teil noch nicht beendet habe.

Eva Völlers Zeitenzauber-Trilogie ist zwar schon vier Jahre alt, doch bin ich erst vor kurzen darauf aufmerksam geworden. Grund dafür ist, dass sie eine zusätzliche Reihe geschrieben hat, die nach Zeitenzauber spielt. Ich habe mich direkt in die wunderschönen Cover verliebt und musste mir die Bücher einfach kaufen.

Zeitenzauber erinnert zuerst ein bisschen an die Edelsteintrilogie von Kerstin Gier, doch ist die Zeitreise das einzig vergleichbare. Hier können die Protagonisten nicht geplant in der Zeit umherspringen, sondern werden eingesetzt, um die Zeit so zu verändern, dass die Gegenwart sich so ergibt, wie wir sie heute kennen. Bei ihren Reisen in die Vergangenheit können sie keine Gegenstände transportieren und auch in der Sprechweise sind sie an das jeweilige Zeitalter gebunden. Ich bin beeindruckt von dieser Reihe.

Eva Völler schreibt so wunderschön und ausführlich, so dass man das Gefühl hat, selber dabei zu sein. Ich liebe ihre Ausdrucksweise und verliere mich richtig in die Geschichten. Ich gebe zu, dass ich aktuell ein wenig süchtig danach bin und bin froh, dass ich Anna und Sebastiano dankt der Time School Reihe noch nicht auf Wiedersehen sagen muss.


Das sind meine drei Highlights der ersten Jahreshälfte und ich möchte hiermit für jedes der Bücher eine dicke Leseempfehlung aussprechen! Denn Rückblick von Neri könnt ihr hier in den nächsten Tagen lesen.
Welche Bücher haben euch die ersten sechs Monate des Jahres 2018 am Meisten bewegt?MerkenMerken
MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

You Might Also Like

2 Kommentare

  • Reply
    Lena
    10. Juli 2018 at 19:15

    Vielleicht sollte ich doch einmal zur Zeitenzauber-Reihe greifen… 🙂 Nachdem mich „Auf ewig dein“ und „Auf ewig mein“ nicht wirklich überzeugen konnten, bin ich mir mit Eva Völler nicht mehr ganz sicher. Scythe klingt dafür wirklich fantastisch!

    • Reply
      Neri
      15. Juli 2018 at 14:51

      Ich habe bisher zwar noch nichts von Völler gelesen, denke aber, das man einem Autoren eine zweite oder auch dritte Chance geben sollte. Gerade, weil die Trilogie schon etwas älter ist.

    Antwort schreiben