Der Kuss der Lüge

Ich bin froh, endlich diese Rezension schreiben zu können, da ich viel zu Lange an diesem Buch gelesen habe. Ich habe mehrere Monate gebraucht, um es zu beenden und das nicht mal, weil es schlecht ist oder mich gelangweilt hat. Nein. Es war spannend, nur kam leider immer wieder ein anderes Buch dazwischen.

Klappentext

Ein Befehl, und das Licht gehorcht. Ein Wink von ihr, und Sonne, Mond und Sterne fallen auf die Knie und erheben sich wieder. Sie ist Lia, Königstochter von Morringhan. Am Tag ihrer Hochzeit entflieht sie ihrem goldenen Käfig und lässt ihr bisheriges Leben hinter sich. Weit entfernt von Morringhan heuert Lia in einer Taverne an. Dort lernt sie eines Abends zwei Männer kennen, die sofort ihre Aufmerksamkeit erregen. Was sie nicht weiß: Die beiden sind auf der Suche nach ihr. Einer wurde ausgesandt, um die Königstochter zu töten. Und der andere ist ausgerechnet jener Prinz, den sie heiraten sollte. Schnell fühlt Lia sich zu beiden hingezogen. Und ahnt nicht, dass sie längst in größter Gefahr schwebt.

Eine Freundin von mir hat das Buch gelesen, als es in Amerika erschien und war begeistert. Deswegen freute ich mich schon sehr lange darauf, es endlich selbst zu lesen und dabei mitfiebern zu können, wer von den beiden Männern der Böse ist.

Wenn man jemanden in der Liebe nicht trauen kann, dann kann man ihm gar nicht trauen. Manche Dinge kann man nicht verzeihen.

Mary E. Pearson hat es nämlich ziemlich clever gemacht. Man begleitet hier Prinzessin Lia, nachdem sie von ihrer eigenen Hochzeit und aus ihrer Heimat flüchtet. Sie fängt an, in einer Taverne zu arbeiten und trifft dort auf zwei junge Männer. Auch aus deren Sicht liest man immer mal wieder Kapitel und weiß daher auch, dass einer von ihnen da ist, um sie zu finden und der andere, um sie zu töten.

Dadurch ist von Anfang an Spannung aufgebaut und man rätselt selbst mit, wem von den beiden man vertrauen könnte und wem eher nicht. Allgemein ist die Welt in diesem Buch wunderschön, wenn nicht sogar ein wenig poetisch beschrieben. Mary E. Pearson weiß sich auszudrücken und hat so eine Welt voller Zauber erschaffen.

Dihara hatte gesagt, ich könne die Gabe nicht herbeirufen. Denn sie war ein Geschenk. Aber man musste bereit sein, gefasst. Lauschen und Vertrauen erfordert Übung.

Die Kapitelüberschriften sind mühevoll gestaltet und auch die kleinen Lieder und Gedichte dazwischen runden dieses Buch erfolgreich ab. Dies ist keine typische Geschichte von einer Prinzessin, die keine Lust mehr hat eingesperrt zu sein. Lia ist eine beeindruckende junge Frau mit wundervollen Freunden. Die Charaktere sind gut durchdacht und ergänzen sich perfekt.

Ich freue mich schon auf den nächsten Band, auf welchen ich nun auch nicht länger warten muss. Denn im März erscheint bereits der vierte Teil.


Informationen zum Buch

Der Kuss der Lüge • Mary E. Pearson • Bastei Lübbe • Originaltitel: The Kiss Of Desertion • 2017 • Übersetzerin: Barbara Imgrund • 560 Seiten • Hardcover • ISBN: 978-3-84660-036-8 • Preis: €18.00€ • Buch kaufen

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Ich bin Jenni, fünfundzwanzig Jahre alt und komme aus dem hohen Norden. Wo andere ihre Punkte sammeln, sammle ich Bücher. Außerdem bin ich Mitbewohnerin von drei kleinen Kätzchen. Meine Liebe zu Büchern entstand erst vor einigen Jahren. Durch eine tolle Freundin, wurde mir eine neue Welt eröffnet, die ich nicht wieder verlassen möchte. Am Liebsten lese ich Jugend- und Fantasybücher. Neben meinem Studium darf ich außerdem in einem Buchladen arbeiten. Zwar bleibt am Ende nickt viel von meinem Lohn über, doch wer könnte sich da schon zusammen reißen?!

Kommentare

  1. Lena am

    Du erinnerst mich daran, dass ich mit dem 3. Band der Reihe bald weitermachen wollte. Band 1 und 2 haben mir zumindest auch sehr gut gefallen 🙂

  2. Yvonne am

    Ich hab das Buch auch kürzlich angefangen… aber irgendwie wieder aufgehört. Ich muss auf jeden Fall nochmal einen Anlauf machen… Hab so viel Gutes über die Reihe gehört 🙂

    Liebe Grüße, Yvonne

    1. Neri am

      Mir ging es auch oft so, dass ich Bücher abbrach. Aber inzwischen habe ich den Anspruch, sie immer zu beenden. Wer weiß schließlich, dass es mich nicht doch noch umhaut.

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