Monatliches Archiv:

September 2017

Kristin Harmel

Heute fängt der Himmel an

Heute fängt der Himmel an ist das neue Buch von Kristin Harmel, die bereits durch ihre vorherigen Liebesgeschichten Solange am Himmel Sterne stehen oder auch Über uns der Himmel Erfolg hatte. Ihre anderen Bücher kannte ich bislang aber nicht und muss zu meiner Schande auch gestehen, dass mir die Autorin bis zu diesem Buch nicht bekannt war. Über den Roman bin ich auf mehreren anderen Blogs gestolpert. Die Handlung, bzw. die vielen positiven Stimmen zum Buch, haben mich neugierig gemacht. Das Cover tat dann sein Übriges.

Darum gehts

Emily leidet nach dem Tod ihrer geliebten Großmutter sehr. Eines Tages fällt ihr ein Gemälde in die Hand, welches unmissverständlich ihre Großmutter zeigt. Unter dem Bild steht eine Liebeserklärung. Gerührt von diesen Zeilen begibt sich Emily auf die Suche nach dem anonymen Absender.

Spoilerfreie Rezension

Kristin Harmel schreibt sehr gefühlvoll und intensiv. Durch die Leichtigkeit in ihrem Schreibstil, war es unschwer, das Buch in kurzer Zeit zu lesen und dabei nicht das Interesse zu verlieren. Geschrieben wird in verschiedenen Zeitformen – Gegenwart und Vergangenheit. Dadurch erfährt man als Leser viele detaillierte Informationen zu den Menschen aus vergangenen Zeiten und frühere Handlungen erscheinen logischer.

Besonders gefallen hat mir an dem Buch, dass es der Autorin gelingt, nicht nur mit ihrer Art zu schreiben, sondern vor allem mit dem Inhalt und den dazugehörigen Protagonisten zu überzeugen. Emily ist die Identifikationsfigur im Buch und schaffte es sofort, sich in mein Herz zu spielen. Mir ist es besonders wichtig, dass mich die Charaktere in einem Roman überzeugen und ich Sympathien zu ihnen entwickle. Die mitspielenden Protagonisten sind gut ausgearbeitet und authentisch. In dieser Geschichte kommt die große Liebe nicht zu kurz. Sie wird sehr romantisch erzählt und gleichzeitig bietet Heute fängt der Himmel an viele tragische Momente.

Als Leser wird man zurückversetzt in die Nachkriegszeit. Denn da spielte sich vieles ab, was für die Handlung interessant ist. Die Großmutter von Emily spielt hier die tragende Rolle. Genauer: ihre ganz persönliche Liebesgeschichte. Außerdem wird deutlich, wie es den Menschen im Krieg erging, was diese Zeit mit ihnen machte und was sie für sie bedeutete. Ein Thema, das nie an Wichtigkeit verlieren darf und hier sehr sensibel behandelt wird.

Zitate aus dem Buch

„Für Jason und unseren Sohn: Ihr beide lehrt mich Tag für Tag, dass Liebe größer, stärker und schöner sein kann, als ich mir je hätte vorstellen können. Solange am Himmel Sterne stehen, werde ich euch lieben.“

„Zuhause. Heimat. Das war das Wort, das Peter auf der Zunge lag, als er sie zum ersten Mal sah.“

„In jener Nacht träumte er von ihr, dem Mädchen in dem roten Kleid. Eigentlich war es seltsam – nicht nur, dass er sie in seinen Träumen sah, sondern auch die Vorstellung, dass sein Schlaf zum ersten Mal seit fast eineinhalb Jahren süß und friedlich anstatt rastlos und unruhig war.“

Fazit

Neben der ganzen Traurigkeit, bietet die Geschichte sehr viel Charme und Romantik, der aber nicht in Kitsch abdriftet.

Rund ums Buch

Heute fängt der Himmel an • Kristin Harmel • Blanvalet • 2017 • 416 Seiten • Taschenbuch • Originaltitel: When We Meet Again • Übersetzung: Veronika Dünninger • ISBN: 978-3-7341-0289-9 • Preis: €9.99 • Buch kaufen


Ich bedanke mich beim Blanvalet-Verlag und Randomhouse für das Rezensionsexemplar.
Wie gefiel euch „Heute fängt der Himmel an“? Und kennt ihr weitere Bücher der Autorin?

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Anna George

Was ich getan habe

Auf dieses Buch bin ich, soweit ich mich erinnere, zum ersten Mal im Buchladen aufmerksam geworden. Der Titel hat mich direkt angesprochen, obwohl er gar nicht so viel aussagt. Den Klappentext habe ich mir dennoch nie so genau angesehen. Das vermute ich zumindest, denn ansonsten kann ich mir nicht erklären, weshalb ich dieses Buch nicht schon viel eher gelesen habe. Autorin ist die australische Schriftstellerin Anna George, die mit Was ich getan habe ihr Debüt feierte.

Darum gehts

David Forrester ist Anwalt und hat soeben seine Frau getötet. So beginnt die Geschichte. Folgend erleben wir Forrester bei dem Versuch seine Tat zu verschleiern und gleichzeitig wird uns die Beziehung des Paares genauestens geschildert.

Spoilerfreie Rezension

Wie ihr sehen könnt, verrät der Klappentext nicht viel und doch alles. Also bei den vier Sätzen hatte mich das Buch definitiv und ich wollte es lesen. Den Schreibstil der Autorin würde ich als nicht aussergewöhnlich, aber dennoch sehr spannungsreich beschreiben. Ich bin gut und schnell in die Geschichte reingekommen und konnte mich sowohl mit David, als auch Elle identifizieren. Die Charaktere wirken gut ausgearbeitet, besonders gefiel mir hierbei auch, dass die Vergangenheiten immer wieder beleuchtet werden. Wie kann es zu einer solchen Tat kommen? Das war von der ersten Seite an meine Frage und die Antworten bekam ich beim Lesen. An dieser Stelle möchte ich nicht zu sehr in die Tiefe gehen um nicht zu spoilern.

Sagen möchte ich aber, dass es um den erfolgreichen Anwalt David geht, welcher gerade seine Frau Elle getötet hat. Mit einem Diktiergerät in der Hand, läuft er durch die Wohnung und die Straßen von Melbourne und feilt an seiner Verteidigungsstrategie. Währenddessen lässt er die Vergangenheit mit Elle Revue passieren und durchlebt die Anfänge mit ihr, bishin zum bitteren Ende.

Ich kann aber sagen, dass es spannend beginnt, spannend bleibt und spannend endet. So habe ich das Buch empfunden. Menschliche Abgründe waren mir schon immer suspekt und ich fand sie zugleich faszinierend. In Was ich getan habe wird vieles davon deutlich. Das Buch habe ich innerhalb von zwei Tagen durch gelesen und das zeigt, wie schwer es mir fiel, es aus der Hand zu legen. Kaum ein Kapitel ließ Platz für unwichtige Textpassagen oder langweilige Szenen. Auffallend ist hier, dass die einzelnen Kapitel, im Gegensatz zu meinen zuletzt gelesenen Büchern, eher lang ausfallen. Das mag ich persönlich eigentlich gar nicht so, weil sich vieles unnötig in die Länge zieht und ich schnell aus der Geschichte raus komme und beim Weiterlesen nicht mehr weiß, was passierte. So ging es mir hier gar nicht. Das lag aber sicher auch an der Tatsache, dass ich alle Kapitel in kurzer Zeit durchgelesen hatte.

Zitate aus dem Buch

„Nachdem sie ihren Bettgenossen Elend auf dem Kissen zurückgelassen hatte, erwartete sie in der Dusche Wut. Da war ein Prickeln auf ihrer Haut, als lebe diese Emotion in heißem Wasser. Nach über zwei Wochen zum ersten Mal wieder komplett angezogen, durchstreifte sie ihr Haus und stellte fest, dass diese Wut verlangte, nach draußen zu kommen.“

„Wenn ein Körper eine Reihe von Schlägen einstecken muss, fällt er in einen Schockzustand und spürt keinen Schmerz mehr – so hatte sie, während er sie monatelang niedermachte, die Fähigkeit verloren, Wut zu empfinden.“

„Er erkannte nicht, welch starke Wirkung seine Offenheit auf sie haben würde. Sein Schmerz passte in einer Weise zu dem ihren, die er nicht hatte vorhersehen können. Nach seiner Entleerung lagen sie eng nebeneinander, dann, zu seinem Erstaunen, öffnete sie sich.“

Fazit

Nach all dem, was ich vom Buch schon verraten habe, wird es euch nicht wundern, dass ich eine Empfehlung aussprechen kann. Gerade für Anhänger des Thriller-Genres ist das Buch ein Muss. Ich finde die Idee sehr gelungen und gut umgesetzt. Natürlich gibt es hier und da kleinere Schwächen, die aber nicht schwer ins Gewicht fallen und deshalb hier keine Erwähnung finden müssen. Auf dem Buchrücken wird Was ich getan habe mit dem erfolgreichen Gone Girl von Gillian Flynn in Verbindung gebracht. Das wurden aber, wie ich weiß, bereits viele andere Bücher. Hier denke ich aber, ist was Wahres dran.

Rund ums Buch

Was ich getan habe • Anna George • btb • 2017 • 318 Seiten • Taschenbuch • Originaltitel: What Came Before • Übersetzung: Henriette Seltner • ISBN: 978-3-442-71512-1 • Preis: €9.99 • Buch kaufen


An dieser Stelle danke ich dem btb-Verlag und Randomhouse für das Rezensionsexemplar.
Ich bin gespannt auf eure Sichtweisen zum Buch!

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