Die Teerose

Liebe Buchwürmer, heute möchte ich euch ein Buch vorstellen, in welches ich mich total verliebt habe. Ich habe es eigentlich für mein Studium gekauft und dachte damals, dass es langweilig und trist werden würde, weil es sich um einen historischen Roman handelt. Aber so sehr hat mich schon lange kein Buch mehr in seinen Bann gezogen und wie die You-Tuberin Juliet sagt, es ist ein Buch, welches man nicht so schnell vergessen wird.

Das verrät der Klappentext

Jung, begehrenswert, schön und mittellos.
London 1888, eine Stadt im Aufbruch: Während in den Gassen von Whitechapel das Laster blüht, träumt die 17-jährige Fiona von einer besseren Zukunft. Als Packerin in einer Teefabrik beweist die junge Irin ihr Gespür für die köstlichsten Sorten und exotischsten Mischungen. Doch dann muss Fiona ihren Verlobten Joe verlassen und sich im New York der Jahrhundertwende eine Existenz aufbauen. 

Die Geschichte spielt Ende des 19 Jahrhunderts in London. Einer Zeit, in der die industrielle Revolution noch in vollem Gange ist und viele Leute vom Land in die Stadt ziehen. Dort haben sie entweder mit der grossen Arbeitslosigkeit zu kämpfen oder werden von ihren Arbeitgebern ausgebeutet. Auch die Familie der jungen Fiona kann sich gerade knapp über Wasser halten. Dennoch träumt sie zusammen mit ihrem Freund Joe von einem eigenen Teeladen. Als jedoch ihr Vater tödlich verunfallt, ihre grosse Liebe eine andere Frau heiratet und sie auch ihre Mutter und ihrem Bruder verliert, steht Fiona vor dem Scherbenhaufen ihres Lebens.

Mit dem Ziel, ihren Onkel Michael zu finden, begibt sich Fiona auf die Flucht nach New York. Dank ihres Ehrgeiz und Fleiss kann sich die junge Frau eine eigene Existenz aufbauen. Aber ihre Zeit im Land der unbegrenzten Möglichkeiten verschafft Fiona nicht nur gute Freunde, sie kommt dem bisher unbekannten Mörder ihres Vaters auf die Schliche. Dies veranlasst die Geschäftsfrau dazu, erneut die Reise über den grossen Ozean anzutreten und mit ihre Vergangenheit in London aufzuräumen.

Tief in ihren Wurzeln bewahren alle Blumen das Licht.

Mit diesem Zitat des amerikanischen Lyrikers Theodore Roethke wird „Die Teerose“ eröffnet. Die kleine Fiona, ein Mädchen aus Armut mit der Liebes ihres Lebens und einem grossen Traum. Und dann die Schicksalsschläge, welche die Träumerin zu einer harten Geschäftsfrau machen. Ein Buch, dass einen sowohl zum Träumen verleitet, jedoch auch vor Augen hält, wie schnell diese wie Seifenblasen zu zerplatzen drohen – und trotzdem stets daran erinnert, dass am Ende des Tunnels ein Licht scheint.

Die stundenlangen Recherchearbeiten der Autorin machen sich beim Lesen definitiv bemerkbar, man fühlt sich geradezu in die Zeit zurück- und in die Handlung hinein versetzt. Der Kern der Geschichte mag an sich nichts Neues sein (die ewige Träumerin auf dem steinigen Weg ins Erwachsenenleben) aber ist zeitlos und inspirierend. Allerdings überschlagen sich die Ereignisse am Ende derart, dass für meinen Geschmack der Ausgang beinahe unglaubwürdig wirkt.

Dennoch ist dies eines jener Bücher, an welche man immer wieder zurückdenkt und ich würde auch behaupten, dieser Erfolg ist der Grund weshalb die Autorin beschloss, das Werk über eine ganze Triologie weiterzuführen.

Die Rosen-Trilogie von Jennifer Donnelly

 

 

 

 

 

 

Hier seht ihr alle drei Bände der erfolgreichen Rosen-Trilogie von Jennifer Donnelly. Band 1 „Die Teerose“ (2004), Band 2 „Die Winterrose“ (2008) und Band 3 „Die Wildrose“ (2012). Hier gelangt ihr direkt zu den Bänden.


Die Teerose | Jennifer Donnelly
Piper | 2004 | 688 Seiten | Taschenbuch
Originaltitel: The Tea Rose | Übersetzung: Angelika Felenda
ISBN: 978-3-492-24258-5 | Preis: €11.00
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Wertung: ★ ★ ★ ★ ★


Kennt jemand die Trilogie und wie gefällt sie euch?

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7 thoughts on “Die Teerose

  1. Huhu

    dieses Buch ist mir auch schon des öfteren aufgefallen. Ich liebe Bücher, die im 18. und 19. Jh in England spielen, aber weil es dann doch ein History-Roman ist, hab ich es dann letztendlich doch nie mitgenommen. Es hat mich also gefreut, als ich das Buch auf Eurem Blog entdeckte. LG

    Tinka

  2. Ohh, das Buch ist mir ja direkt im Rückblick in die Augen gesprugen, da musst ich mir gleich die Rezension dazu durchlesen. Es klingt genau nach meinem Geschmack. Ich mag solche historischen Bücher ja, aber nur, wenn sie wirklcih gut recherchiert sind, was bei diesem ja der Fall zu sein scheint. Vielen Dank für diesen tollen Buchtipp!

    glg Franzi

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