Monatliches Archiv:

Juli 2017

ML Stedman

Das Licht zwischen den Meeren

Das Licht zwischen den Meeren hat mich in der Buchhandlung vor allem wegen seines wunderschönen Covers angesprochen. Die Farbgebung, der Titel und auch der Klappentext taten ihr Übriges. Normalerweise bin ich nicht der große Freund von Geschichten aus der weit entfernten Vergangenheit, in diesem Fall sind es die Zwanziger Jahre, hier allerdings, habe ich mich glücklicherweise überzeugen lassen.  Und das vollkommen zu Recht. Die Geschichte spielt während des Krieges und bietet seinen Lesern neben Liebe, Drama und Abenteuer vor allem viel beklemmende und emotionale Momente.

Darum gehts

Australien. 1920. Als Tom Isabel zum ersten Mal sieht, ahnt er noch nicht, dass sie sein Schicksal verändern wird. Doch er weiß, dass er für diese Frau alles tun würde. Sechs Jahre später – die beiden sind nun glücklich verheiratet und leben auf der einsamen Insel Janus Rock – strandet an der Küste ein Ruderboot. An Bord: die Leiche eines Mannes – und ein zappelndes Baby. Sofort schließt Isabel das kleine Mädchen in ihr Herz, und gegen Toms anfängliche Bedenken nehmen sie das Kind als ihr eigenes an. Doch als sie aufs Festland zurückkehren, müssen sie erkennen, dass ihre Entscheidung das Leben eines anderen Menschen zerstört hat. (Klappentext)

Kurzrezension

Schon die Beschreibung fasziniert, oder? Ich war jedenfalls gleich Feuer und Flamme. Die Frage nach der Schuld ist hier allgegenwärtig und ließ mich als Leser nie los. Was es bedeutet, das eigene Glück aus dem Scherbenhaufen eines anderen zu bauen, vor allem dann, wenn man dies nicht einmal bewusst tut, wird hier deutlich. 

Zitat aus dem Buch

„Er beobachtet, wie das Meer sich der Nacht ergibt, wohl wissend, dass es morgen wieder hell werden wird.“

Fazit

Der Autor schafft eine düstere Atmosphäre mit authentischen Protagonisten und eine Geschichte, die zu Herzen geht.

Rund ums Buch

Das Licht zwischen den Meeren • M.L. Stegmann • Blanvalet • 2012 • 448 Seiten • Taschenbuch • Originaltitel: The Light Between Oceans • Übersetzung: Karin Dufter • ISBN: 978-3-734-10453-4 • Preis: €9.99 • Buch kaufen


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Jojo Moyes

Ein ganzes halbes Jahr

Zugegeben, ich wurde dazu gedrängt, dieses Buch zu lesen und nun weiß ich auch warum. Normalerweise bin ich nicht der Liebesroman-Leser. Viel lieber lasse ich mich in eine Fantasiewelt hineinziehen und empfinde bei anderen Romanen selten diesen Sog, der mich festhält und bis zum letzten Buchstaben nicht mehr loslässt. Nach mehrmaligen Drängen und auch durch die Verfilmung, habe ich mich endlich gebeugt und es gelesen.

Darum gehts

Louisa ist eine liebenswerte, tollpatschige junge Frau mit einem ganz eigenen Modegeschmack. Sie arbeitet in einem Café und hat einen Freund namens Patrick, den sie eigentlich nicht liebt. Ihre Arbeit im Café verliert Louisa und muss sich etwas Neues suchen. So landet sie bei Will. Dieser hatte einen schweren Unfall und nichts ist mehr, wie es war. Will möchte dieses Leben, gefesselt an den Rollstuhl nicht führen. Lieber würde er sterben. Als Louisa in sein Leben tritt, verändert das alles.

Spoilerfreie Rezension

Will ist nach einem Unfall gelähmt. Vorher war er ein sehr unternehmungsfreudiger Mann, nahezu ein Adrenalinjunkie. Man versteht also, warum er so ist, wie er ist. Louisa ist eine Kellnerin, die zu Hause zusammen mit ihren Eltern, ihrem Großvater, ihrer Schwester und deren Sohn lebt. Sie hat auch einen Freund, doch zieht sie trotzdem nicht zu Hause aus und gibt ihr gesamtes Gehalt weiter an ihre Familie. Nachdem sie ihren Kellner-Job verliert, bekommt sie den sehr gut bezahlten Job bei Will. Sie soll ein halbes Jahr lang seine Pflegerin sein und so nimmt die Geschichte ihren Lauf.

Natürlich gibt es viele Geheimnisse aufzuklären und ebenso natürlich kommen sich Will und Louisa näher. Alles ziemlich vorhersehbar. Doch warum fand ich das Buch trotzdem so gut?

Aus irgendwelchen Gründen konnte ich es kaum aus den Händen legen. Ich war so gespannt, welche Aktivität sich Lou als Nächstes ausdenkt und mit welchen Sprüchen Will darauf reagiert. Ich wollte einfach nicht mehr aufhören zu lesen. Vielleicht auch, weil ich Angst vor dem Ende hatte.

Nun sind wir mal ehrlich. Wir alle wissen wie es ausgehen muss. Dabei werden wir weinen, unser Herz wird brechen und wir werden mehr als nur eine Packung Taschentücher verbrauchen müssen.  Doch so war es nicht. Das Ende hat mich noch einmal vollkommen überrascht und zwar im positiven Sinne.

Zitat aus dem Buch

„Du bist so ziemlich der einzige Grund, weshalb ich morgens aus dem Bett will.“

Fazit

Mehr möchte ich dazu gar nicht verraten. Ich möchte nur sagen, dass einem dieses Buch die Augen öffnen kann. Man bekommt eine andere Sicht auf verschiedenste Dinge, doch vor allem darauf, wie wichtig es ist, zu lieben.

Rund ums Buch

Ein ganzes halbes Jahr • Jojo Moyes • Rowohlt • 2015 • 543 Seiten • Taschenbuch • Originaltitel: Me Before You • Übersetzung: Karoline Fell • ISBN:978-3-4992-6703-1 • Preis: €14.99 • Buch kaufen


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