Gelesen

Gelesen | Juli 2018

So spät waren wir noch nie dran, oh je oh je. Aber hier ist er, unser Leserückblick für den Monat Juli. Jenni hat sich ganz auf die Zeitenzauber-Reihe konzentriert, während ich mich gar nicht recht entscheiden konnte, was ich als Nächstes lesen mochte. Es gab wieder soviel Lesestoff, das einiges zusammen kam. Wir sind am Ende wieder gespannt auf eure Bücher des Monats.

Jenni´s Lesemonat

(1) Im Juli habe ich eventuell ein wenig übertrieben, aber ich musste die Reihe einfach beenden. Das der Lesemonat deswegen ziemlich einseitig ausgefallen ist, tut mir leid, doch ich konnte nicht anders. Als erstes habe ich die Zeitenzauber-Reihe mit dem Teil Das Verborgene Tor beendet. Ich fand die Reihe fantastisch, konnte mich zu jeder Zeit in die Protagonisten hineinversetzen und liebe Anna und Sebastiano. Eva Völler hat hiermit eine fantastische Welt aufgebaut, aus welcher ich nicht wiederauftauchen wollte.

Aus diesem Grund habe ich dann direkt mit dem Spinn off weitergemacht. Dieses Jahr sind die ersten beiden Bände der Time School Reihe erschienen, welche die Geschichte von Anna und Sebastiano weitererzählen. Ich habe die beiden Bücher verschlungen. Hier kommen neue Charaktere dazu, die einen frischen Wind in die Geschichte gebracht haben und auch der Schreibstil von Eva Völler ist wunderbar geblieben. Ich habe mitgefiebert und war gefesselt. Natürlich wird es hierzu noch eine Rezension geben, in der ich die Geschichte detaillierter beschreibe und bewerte.

Ich möchte nun nur noch mal betonen, dass ich selten einen Spinn off gelesen habe, der der eigentlichen Geschichte in nichts nachsteht und ich freue mich schon sehr auf den dritten Teil.

Neri´s Lesemonat

(1) Begonnen hat mein vollbepackter Lesemonat mit Die Unruhigen von Linn Ullmann. Die Tochter des berühmten Regisseurs Ingmar Bergmann und der bekannten Schauspielerin Liv Ullmann erzählt von ihrer Kindheit, der großen Liebe zu ihrem Vater und seiner Demenz, sowie vom schwierigen Verhältnis zu ihrer Mutter. Der Roman hat mich emotional sehr berührt und sprachlich sehr begeistert. Definitiv eine klare Empfehlung. Zur Rezension gehts hier.

(2) Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden vom Japaner Genki Kawamura hat mich sehr positiv überrascht. Nachdem ich am Anfang enttäuscht war, weil ich mit tödlichen Krankheiten der Protagonisten immer schwer umzugehen weiß (es ist einfach zu traurig), hat mich die Aussage des Buches sehr bewegt. Der Autor schreibt mit viel Lebensmut und Humor, dass ich zum Ende nicht tieftraurig sondern sehr erleichtert war. Die Rezension könnt ihr hier nachlesen.

(3) Ein absoluter Klassiker ist Der kleine Prinz von Antoine de Saint-Exupéry. Wer kennt den kleinen, mutigen Prinzen nicht? Ich verbinde damit viele schöne Kindheitserinnerungen und kann auch heute noch nicht genug von den klugen Dialogen und Weisheiten bekommen. Ein Buch, welches zeigt, was im Leben zählt. Meine Rezension findet ihr hier.

(4) Zunächst habe ich mich etwas zögernd an Donia Bijan´s Als die Tage nach Zimt schmeckten gewagt. Dabei kann ich schwer sagen, warum dem so war. Schon nach den ersten Seiten war ich ganz gefangen in der Welt um Noor und ihre Familie. Noor stammt aus dem Iran, lebt aber inzwischen seit vielen Jahren in den USA. Nun kehrt sie nach dreißig Jahren zurück in ihr Heimatland, sieht ihren geliebten Vater wieder und muss feststellen, das von dem Land, das sie kannte, wenig übrig ist. Auch mein viertes Buch im Juli bekommt eine Empfehlung. Hier könnt ihr lesen warum.

(5) In Der Fehler, der mein Leben veränderte erzählt Gina Bucher vom Schicksal vieler Menschen. Dabei unterhält sie sich mit verschiedenen Personen aus ganz unterschiedlichen Bereichen, die alle eines gemeinsam haben: sie haben alle Fehler gemacht, die sie besonders prägten. In diesem Buch erzählen sie davon. Viele Geschichten haben mich schockiert und sehr traurig gemacht. Dennoch oder gerade deshalb rütteln sie wach. Hier erfahrt ihr mehr.

(6) Besonders begeistert hat mich Ein Leben aus leuchtenden Tagen von Laura Barnett. Die Geschichte um das Leben der Sängerin Cassandra Wheeler geht unter die Haut. Barnett beschreibt die Kindheit Wheelers, ihre erste große Liebe zu ihrem zukünftigen Ehemann und zu ihrer Musik. Mein Favorit im Juli. Hier gehts zur Rezension.

(7) Zum Teil sehr amüsant, aber auch immer wieder erschreckend fand ich Kampfsterne von Alexa Hennig von Lange. Thematisiert wird das Leben dreier Paare in den Achtzigerjahren, die allesamt nach außen hin ein Bilderbuch-Leben führen. Hinter der Fassade aber bröckelt es gewaltig. Niemand ist mit seinem Leben zufrieden und jeder schaut voller Neid zum Nachbarn. Die raue Atmosphäre passte perfekt zur Stimmung des Buches und auch hier kann ich nur empfehlen, das Buch zu lesen. Mehr gibts hier.

(8) Shark Club ist DAS Sommer-Buch für junge Menschen. Gerade an heißen Tagen gibt es doch nichts Besseres, als sich mit einem guten Buch ein schattiges Plätzchen zu suchen, frisch gepflückte Beeren zu essen und kalte Limonade zu trinken. Für meinen Geschmack hätte die Geschichte etwas mehr Anspruch vertragen. Zur Rezension hier entlang.


Welche waren eure Juli-Highlights?

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

Jasmin Arensmeier

Gestalte dein Journal mit der Bullet-Methode

Ich finde immer mehr Gefallen an der kreativen Gestaltung von Notizbüchern und Kalendern, also so genannten Bullet-Journals. Zudem habe ich vor einigen Jahren meine Liebe fürs Handlettering entdeckt und da schon einiges an hilfreichen Büchern gesammelt.  Beides sind wunderbare Möglichkeiten kreativ zu sein und lassen sich zudem wunderbar kombinieren. Mit Gestalte Dein Journal mit der Bullet-Methode aus dem Südwest-Verlag ist nun ein weiterer Guide für individuelle Gestaltung in meinem Bücherregal eingezogen. 

Darum gehts

Fertig gestaltete Kalender bieten eine einfache Lösung, seine Termine zu planen, sind aber nur wenig individuell, absolut unflexibel und auf keinen Fall kreativ. Da hilft nur, selbst zum Stift zu greifen und einen Planer ganz nach den eigenen Bedürfnissen anzulegen. Journaling heißt diese sensationelle Methode: Damit hat man nicht nur alle Termine und To-dos im Blick, sondern hält auch Gedanken und Ideen fest. So werden aus Tagträumen und guten Vorsätzen ganz einfach konkrete Ziele, die man Schritt für Schritt in die Tat umsetzt – sei es eine gesündere Ernährung, die Karriereplanung oder das große und kleine Glück zu finden. Dieses Buch zeigt mit inspirierenden Bildern, wie man das zauberhafte Journal aufsetzt und seinen eigenen Stil findet, welche Themenseiten interessant sind und welche Gestaltungsmöglichkeiten einen wunderschönen, persönlichen Begleiter entstehen lassen. (Quelle: Randomhouse)

Rezension

Mit dem Bullet-Journaling befasse ich mich, im Gegensatz zum Handlettering, erst seit kurzer Zeit. Demzufolge bin ich noch blutige Anfängerin. Da kam mir dieser hilfreiche und sehr informative Anleiter von Jasmin Arensmeier gerade recht. Um überhaupt erst einmal durchzublicken, welche zahlreichen Möglichkeiten ein Bullet-Journal bietet und was die unzähligen Begrifflichkeiten bedeuten, bietet dieses  Buch eine große Unterstützung für Anfänger in diesem Bereich.

Von den Anfängen bis hin zu fertig gestellten Kalendern erfährt man hier alles, was man wissen muss. Besonders die tollen Farbfotos finde ich sehr ansprechend. Sie sind inspirierend und sehr ansehnlich arrangiert. Beim Anblick möchte man sofort loslegen, sich die Stifte schnappen und das Buch aufschlagen. Leider bin ich oft zu perfektionistisch, verliere aber beim Arbeiten selbst dann die Motivation. Arensmeier beschreibt Schritt für Schritt und erklärt, wie kreativ und individuell sich mit der Bullet-Methode arbeiten lässt.

Fazit

Wenn ihr gerne kreativ seid und Neues lernt und euch zudem für Journaling begeistern könnt, dann ist das Buch sicher etwas für euch. Es ist außerdem nicht nur für Anfänger, sondern durchaus für Fortgeschrittene geeignet, die auf der Suche nach neuer Inspiration sind.

Rund ums Buch

Gestalte Dein Journal mit der Bullet Methode • Jasmin Arensmeier • Südwest • 2018 • 192 Seiten (ca. 80 Farbfotos) • Paperback Flexobruschur • ISBN: 978-3-517-09684-1 • Preis: €15.00 • Buch kaufen


Für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars danke ich dem Südwest-Verlag.
Arbeitet ihr mit einem Bullet-Journal?

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

Sophie Kinsella

Muss es denn gleich für immer sein?

Ich gehöre wohl zu den wenigen Leserinnen, welche die Romane von Sophie Kinsella noch nicht kennen. Ich weiß zwar, dass sie sehr beliebt sind und vielen Frauen Tränen in die Augen treiben (vor Freude und aus Traurigkeit gleichermaßen), jedoch hat mich bisher keines ihrer Bücher wirklich ernsthaft neugierig gemacht. Ich wollte ihr dennoch unbedingt (endlich) eine Chance geben und habe mich so an ihr neuestes Werk Muss es denn gleich für immer sein herangewagt.

Darum gehts

Sylvie ist seit zehn Jahren mit ihrem Partner Dan zusammen und hat mit ihm die Zwillinge Tessa und Anna. Sie leben gemeinsam in London in einem Haus und führen eine glückliche Ehe. Der jährliche Check-Up bei ihrem Hausarzt prognostiziert beiden ein langes, gesundes Leben. Eigentlich könnte es kaum eine schönere Nachricht geben. Aber weit gefehlt. Die Vorstellung, das Sylvie und Dan weitere achtundsechzig Jahre miteinander verbringen „müssen“ macht beiden Angst. Ist das nicht tierisch langweilig? Die beiden beginnen, den anderen zu überraschen, um die Ehe aufregend zu gestalten. Das ist jedoch gar nicht so leicht.

Spoilerfreie Rezension

Die ersten Seiten des Romans ließen sich flüssig und leicht lesen. Ich kam sofort in die Geschichte rein. Ich konnte mir auch vorstellen, weshalb so viele Frauen von Kinsella begeistert sind. Sie schreibt mit sehr viel Witz und ich musste oft schmunzeln ob der lustigen Formulierungen und Dialoge. Mir wurde dennoch schnell klar, dass ich für witzige Liebesgeschichten nicht ganz gemacht bin. Komödien sind einfach nicht mein Ding. Das ist auch bei Filmen so. Ich wollte das Buch aber nicht vorzeitige beenden und natürlich auch wissen, wie es weitergeht.

Sylvie ist ein sehr sympathischer Charakter und macht es einem leicht, sie zu mögen. Die Handlung ist amüsant und wirklich sehr witzig beschrieben. Für meinen Geschmack hätte die Geschichte wesentlich kürzer sein können. Ich denke aber, dass das einfach daran liegt, dass es nicht ganz mein Genre ist. Kinsella zeichnet sich schließlich besonders durch den schlagfertigen Humor aus ihrer Protagonistinnen aus. Das Cover ist wunderschön anzusehen und gefiel mir auf den ersten Blick. Es ist so hübsch blumig und feminin.

Das Ende bietet noch einmal reichlich Spannung, die mir aber insgesamt etwas zu kurz kam. Da es sich um einen witzigen Frauenroman handelt, habe ich damit aber auch gar nicht unbedingt gerechnet. Ab der Mitte des Buches fiel es mir immer schwerer, weiter zu lesen. Ich habe mir mit dem Buch notgedrungen viel Zeit gelassen.  Die Motivation weiterlesen zu wollen war einfach nicht groß genug. Dafür fehlte mir einfach das besondere Etwas.

Zitate aus dem Buch

„Ich glaube, eine Beziehung ist wie zwei Geschichten…wie zwei offene Bücher, die zusammengepresst werden, sodass sich alle Wörter zu einer einzigen, epischen Geschichte vermischen. Wenn sie aufhören sich zu vermischen…dann werden sie wieder zu zwei Geschichten. Und da ist es dann vorbei.“

„Ich dachte immer, unsere Ehe sei eine feste Größe, sicher und solide, mit dem einen oder anderen Knackpunkt. Aber sind diese Knackpunkte schlimmer als gedacht? Sind es Gräben? Und wenn es so ist, wieso kann ich sie dann nicht sehen?“

„Wenn Liebe einfach ist, macht man irgendwas falsch.“

„Und die Kränkung legt sich über mich wie eine erstickende Decke. Es ist so schäbig. So durchschaubar. Mein Mann fährt zu seiner Geliebten und lässt mich mit den Kindern allein. Da gibt es nichts zu beschönigen. Ich dachte, wir wären anders. Besonders. Aber unsere Ehe ist genauso langweilig und kaputt wie alle anderen in Südwest-London.“

Fazit

Sophie Kinsella konnte mich leider nicht vollends überzeugen. Sie schreibt mit viel Witz und Charme, ohne Frage. Dennoch kamen Spannung und Emotionen bei mir zu kurz. Für echte Kinsella-Fans ist ihr neues Buch aber sicher genau das Richtige.

Rund ums Buch

Muss es denn gleich für immer sein? • Sophie Kinsella • Originaltitel: Surprise Me • Goldmann • Originalverlag: Bantam Press • 2018 • Übersetzer: Jörn Ingwersen • 480 Seiten • Taschenbuch • ISBN: 978-3-442-48776-9 • Preis: €9.99 • Buch kaufen


Ich danke dem Goldmann-Verlag für das Rezensionsexemplar.
Gibt es unter euch eingefleischte Kinsella-Fans?

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken